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Ukraine Vize-Chefin schildert furchtbare Kriegsverbrechen im Detail: „Konnte ich mir alles nicht vorstellen“

Ein ukrainischer Soldat steht neben zerstörten russischen Panzer in Butscha am Stadtrand von Kyjiw.

Ein ukrainischer Soldat steht neben zerstörten russischen Panzer in Butscha am Stadtrand von Kyjiw.

Es sind furchtbare Szenen, welche die ukrainische Vize-Regierungschefin bei ihrem Besuch in Italien schildert. Von Vergewaltigungen, Mord und leidenden Menschen.

Die stellvertretende ukrainische Regierungschefin Olha Stefanischyna hat in einer Rede vor Parlamentsabgeordneten in Italien von schlimmsten Kriegsverbrechen in ihrem Land berichtet. „Das ist so schockierend, das konnte ich mir davor alles nicht vorstellen“, sagte die Politikerin in einer Videoschalte am Mittwoch (13. April).

Sie erzählte zum Teil sehr detailliert davon, wie russische Soldaten ukrainische Frauen vor den Augen ihrer Kinder vergewaltigten und Kinder vor den Augen der oft gefesselten Mütter. „Es geht nicht nur darum, zu verletzten, sondern zu erniedrigen, um den Widerstand zu brechen“, sagte Stefanischyna und meinte: „Das ist Russland.“

Ukraine-Krieg: Berichte über Vergewaltigungen und Folter

In den vergangenen Wochen hatte es vor allem aus befreiten Gebieten Berichte von derartigen Gräueltaten durch die russischen Angreifer gegeben. Moskau streitet das ab und wirft der Ukraine vor, Falschinformationen zu verbreiten - jedoch ohne Beweise.

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Stefanischyna sagte, dass nicht nur Russlands Präsident Wladimir Putin Verantwortung trage für die Menschenrechtsverletzungen. „Wir sehen das wahre Gesicht des russischen Militärs. Es ist nicht nur das wahre Gesicht Putins, sondern das Gesicht eines jeden einzelnen russischen Soldaten, der solche Verbrechen begeht.“ Zivilisten würden getötet und missbraucht, Kinder vielfach verschleppt.

Ukraine: Vize-Chefin klagt Russland an

„Das einzige, was die Russen nicht interessiert, sind Menschenleben“, sagte sie laut Übersetzung vor Mitgliedern der Kommission für Menschenrechte des Senats, also der kleineren Parlamentskammer.

Die Politikerin forderte die internationale Gemeinschaft zu noch mehr Härte gegen Moskau auf. „Ich weiß, dass viele Länder sich bemühen, das Gute in den Russen zu sehen. Wir allen wollen das Gute hervorheben. Aber leider sehen wir nur das Schlimmste, was wir uns 48 Tage zuvor nicht hätten vorstellen können“, sagte Stefanischyna. (dpa)

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