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Trump rechnet abEr nennt Grönland „großes, schlecht verwaltetes Stück Eis“

US-Präsident Trump

Copyright: Alex Brandon/AP/dpa

US-Präsident Trump hat erneut die Nato kritisiert. (Archivfoto)

Der US-Präsident ist außer sich und nimmt sich Dänemark wegen Grönland zur Brust.

Der Konflikt um Grönland flammt wieder auf! US-Präsident Donald Trump beschuldigt die Nato-Verbündeten erneut, ihm die Unterstützung zu versagen. Seiner Wut ließ er nach einer Zusammenkunft mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte auf der Plattform Truth Social freien Lauf, wie die „dpa“ meldet.

Er verfasste in Versalien: „Die Nato war nicht da, als wir sie brauchten, und sie wird auch nicht da sein, wenn wir sie wieder brauchen“. Aber das war noch nicht alles. Einen direkten Hieb gab es gegen einen Alliierten, als er Grönland ins Spiel brachte und es als „großes, schlecht verwaltetes Stück Eis“ titulierte. Ein unmissverständlicher Seitenhieb in Richtung Dänemark, denn die arktische Insel ist Teil des Königreichs.

Zoff um die Straße von Hormus

Was steckt hinter Trumps Zorn? Er hatte von den Nato-Alliierten verlangt, Washington bei der Absicherung der Straße von Hormus beizustehen. Die Bündnispartner zeigten sich jedoch wegen der andauernden militärischen Auseinandersetzungen mit Versprechen sehr bedeckt.

Zu Beginn des Monats März riegelte der Iran die strategisch wichtige Wasserstraße ab, als Antwort auf Attacken aus den USA und von Israel. Infolgedessen war der Transfer von Öl und Gas vom Persischen Golf so gut wie gestoppt, was zu einem rasanten Anstieg der globalen Marktpreise führte.

Droht ein US-Abschied aus der Nato?

Trumps Kommentare nähren wiederholt die Befürchtung, die USA könnten das transatlantische Verteidigungsabkommen verlassen. Juristisch gestaltet sich das jedoch kompliziert: Für einen Austritt wäre die Zustimmung des US-Senats mit einer Zweidrittelmehrheit erforderlich – ein Szenario, das als äußerst unwahrscheinlich eingestuft wird.

Nato-Generalsekretär Rutte äußerte sich gegenüber dem US-Sender CNN im Anschluss an die Zusammenkunft am Mittwoch (Ortszeit). Er machte deutlich, dass Trump „eindeutig enttäuscht“ sei. Trotzdem charakterisierte Rutte die Unterhaltung als eine „sehr offene Diskussion zwischen zwei Freunden“.

Die Grönland-Frage bleibt auf dem Tisch

Bereits zu Jahresbeginn hatte Trump unverhohlen mit dem Gedanken gespielt, die strategisch bedeutsame Insel in der Arktis zu annektieren – zur Not auch mit militärischen Mitteln. Ein Aufschrei der Empörung bei den europäischen Verbündeten ließ ihn zwar einen Rückzieher machen, doch er bestand weiterhin auf Gesprächen zu diesem Thema.

Eine Übernahme durch die Vereinigten Staaten wird sowohl von Dänemark als auch von der grönländischen Regierung, die weitreichend autonom ist, kategorisch zurückgewiesen. Die Regierung in Kopenhagen sprach sogar eine Warnung aus: Eine amerikanische Annexion von Grönland könnte das Aus für das westliche Verteidigungsbündnis sein. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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