Jensen Huang wird als „Stargast“ beim Investitionsgipfel in Berlin erwartet. Für Deutschland hat der Nvidia-Chef einen einfachen Rat.
„Nichts schmerzt mich mehr“Nvidia-Chef äußert sich zu Deutschland
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Er wird als „Stargast“ beim Investitionsgipfel in Berlin erwartet: Nvidia-Chef Jensen Huang. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) rollt dort für Unternehmer aus Deutschland und dem Ausland den roten Teppich aus. In einem ehemaligen Heizkraftwerk in Berlin-Mitte als Ort der Industriegeschichte heißt es: „Red Carpet for Investments“. So ist es auf der Website der Konferenz „Invest in Germany Summit“ zu lesen. Da die Bundesregierung eine Kooperation mit Nvidia plant, wird auch Huang erwartet.
Kurz vor dem Gipfel in Berlin hat sich der Nvidia-Chef indes bereits zu Deutschland geäußert – und einen technologischen Rückstand beklagt. „Nichts schmerzt mich mehr, als zu sehen, dass eines der technologisch fortschrittlichsten Länder so weit abgehängt wird“, sagte der 63-Jährige bereits in der vergangenen Woche bei einer ähnlichen Veranstaltung in London vor Journalisten, wie der US-Sender CNBC berichtet. Gemeint war damit offenbar Deutschland.
Nvidia-Gründer Jensen Huang über Deutschland: „So viel, so viel Talent“
Ein Videoclip der Aussagen verbreitet sich vor dem Gipfel in Berlin nun rasant in den sozialen Netzwerken. Auch eine mögliche Ursache für Deutschlands Lage nannte Huang. „Vielleicht ist es die europäische Art, alles zu sehr zu zerdenken“, erklärte der Nvidia-Chef. „Deutschland hat so viel, so viel Talent – macht euch einfach an die Arbeit“, lautete sein Ratschlag den Berichten zufolge.
Nach einem Bericht des „Handelsblatt“ reist der Nvidia-Chef mit gutem Grund nach Berlin. Nach Informationen der Zeitung wollen Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und der Chef des wertvollsten börsennotierten Unternehmens der Welt dort eine KI-Partnerschaft vorstellen. Der Bund soll demnach einen dreistelligen Millionenbetrag investieren, Nvidia soll Ingenieure und Chips beisteuern. Etwa ein Dutzend deutscher Firmen sollen sich demnach beteiligen.
KI-Boom macht Nvidia zu wertvollstem Unternehmen der Welt
Der Boom von Künstlicher Intelligenz hat Huang zu einem der weltweit mächtigsten Unternehmer gemacht – lange war Nvidia vorrangig unter Gamern ein Begriff und für leistungsstarke Grafik-Hardware bekannt. Seit dem Aufkommen von KI sind genau diese Grafikchips nun gefragt wie nie – und Nvidia ist mittlerweile das wertvollste Unternehmen der Welt, noch vor Apple oder Microsoft.
Firmengründer Huang wurde 1963 in Taiwan geboren. Als er neun Jahre alt war, schickten ihn seine Eltern zusammen mit seinem Bruder auf ein Internat im ländlichen Kentucky. Später folgten Huangs Eltern und die Familie zog in den Bundesstaat Oregon im Nordwesten der USA. Sein Studium schloss Huang im Alter von nur 20 Jahren ab. 1993 gründete Huang dann Nvidia, um „Probleme zu lösen, die normale Computer nicht lösen können“, wie er rückblickend sagt. (red/dpa)
