Schock in Australien: Am helllichten Tag fährt ein Geländewagen eine prominente Abgeordnete an und verletzt sie schwer. Der Fahrer ist in Gewahrsam, ein Anti-Terror-Team ermittelt.
Abgeordnete angefahrenPremierminister sicher: „Das war kein Unfall“

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Dieser Standbildausschnitt aus einem Videomaterial, das die Australian Broadcasting Corporation (ABC) am 19. Oktober 2026 über AFPTV zur Verfügung stellte, zeigt Polizeibeamte am Tatort, nachdem die unabhängige australische Abgeordnete Helen Haines vor ihrem Büro von einem Auto angefahren worden war und lebensgefährliche Verletzungen erlitten hatte.
Ein mutmaßlicher Angriff auf eine Abgeordnete erschüttert Australien: Die Politikerin Helen Haines wurde vor ihrem Wahlkreisbüro im Bundesstaat Victoria von einem Geländewagen erfasst und mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus in Melbourne gebracht.
Nach Angaben von Premierminister Anthony Albanese wurde ein Verdächtiger festgenommen, sein Motiv ist aber bislang unklar. Auch Anti-Terror-Ermittler wurden eingeschaltet. Der Sender ABC sprach von einem „schockierenden Vorfall“.
Verdächtiger in Gewahrsam
Der Polizei zufolge soll der 43-jährige Mann Haines am Nachmittag des 19. Oktober (Ortszeit) mit einem weißen Toyota gerammt haben. Die unabhängige Abgeordnete (65) erlitt dabei Berichten zufolge schwere Verletzungen, speziell am Unterkörper. In dem Fahrzeug stellten die Ermittler ein Messer sicher. Ob der Verdächtige und Haines einander kannten, ist bislang nicht bekannt.
„Es läuft eine umfangreiche polizeiliche Untersuchung, und ich kann bestätigen, dass ein Verdächtiger in Gewahrsam ist“, sagte Albanese vor Journalisten. Es sei noch zu früh, um Angaben zu den möglichen Hintergründen zu machen. „Aber das war kein Unfall“, betonte er.
Der sichtlich erschütterte Premier äußerte sich besorgt über den Zustand der Politikerin. „Unsere Gedanken sind bei ihrer Familie, ihren Freunden und ihrem Team. Wir hoffen und beten, dass sie vollständig genesen wird“, sagte er.
Innenminister Tony Burke verwies auf eine Zunahme von Drohungen und Belästigungen gegen Abgeordnete und andere hochrangige Amtsträger. Die Ermittlungen zu dem Vorfall in Wangaratta nordöstlich von Melbourne stünden allerdings noch ganz am Anfang.
Haines vertritt seit 2019 den Wahlkreis Indi im Parlament und wurde bei der Wahl 2025 für eine dritte Amtszeit bestätigt. Der Wahlkreis umfasst große Teile des Nordostens von Victoria, darunter die Städte Wangaratta, Wodonga und Benalla. (dpa/red)
