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Pharma-Beben in DeutschlandKonzerne stoppen Milliarden-Investitionen wegen Sparplänen

Baustelle des neuen Pharmastandort in Alzey von Eli Lilly

Copyright: Arne Dedert/dpa

Am neuen Standort des US-Konzerns Eli Lilly im rheinland-pfälzischen Alzey laufen die Bauarbeiten - nun sollen die Investitionen halbiert werden (Archivbild)

Wegen Sparplänen: Pharma-Riesen ziehen jetzt den Stecker

Pharma-Riesen ziehen den Stecker – Milliarden-Verlust für Deutschland! Jetzt meldet sich die Bundesregierung zu Wort, nachdem Pharma-Giganten Milliarden-Investitionen in Deutschland auf Eis legen. Aus Berlin heißt es von einer Sprecherin des Gesundheitsministeriums, dass solche Firmenentscheidungen gegen den Standort Deutschland ein herber Verlust seien. Das mache deutlich, wie ernst die Lage sei, gerade mit Blick auf die Pharmapolitik der USA.

Die Sprecherin betont aber: Der deutsche Markt sei für die Pharma-Firmen weiterhin interessant, auch wenn jetzt gespart werden muss. „Auch dieser Industriezweig hat ja als Arbeitgeber ein Interesse an stabilen Sozialbeiträgen.“ Die Regierung verfolge das Ziel, den Gesundheitssektor zu kräftigen. Eine neue Pharma-Strategie sei deshalb bereits in Arbeit, fügte sie hinzu.

Stopp für hohe Investitionen in Deutschland

Konkret geht es um den US-Giganten Eli Lilly. Der Konzern verkündete am Mittwoch, dass er bei einem neuen Werk in Alzey (Rheinland-Pfalz) massiv auf die Bremse tritt. Statt der geplanten 2,5 Milliarden Euro soll die Investitionssumme nun halbiert werden. Als Auslöser für diese Entscheidung werden die Sparvorhaben der Bundesregierung genannt. Vorerst werde man sich auf die Fertigstellung eines „Mindestumfangs“ des Werks beschränken.

Und es kommt noch dicker: Auch Boehringer Ingelheim aus Rheinland-Pfalz zieht die Reißleine. Geplante Projekte im Wert von 900 Millionen Euro werden hierzulande auf Eis gelegt. Die Firma verweist auf ein schwieriges Umfeld in Deutschland, die Sparauflagen der Politik und zusätzlichen Druck aus den Vereinigten Staaten. Hintergrund ist ein Deal mit der amerikanischen Regierung: Boehringer Ingelheim sicherte sich Zollfreiheit für seine Pharma-Produkte, wenn im Gegenzug in den USA investiert wird.

Härtere Sparvorgaben für Konzerne

Was steckt dahinter? Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) plant mit ihrem „Beitragssatzstabilisierungsgesetz“ eine Entlastung der Krankenkassen. Ab 2027 sollen so 16,3 Milliarden Euro eingespart werden. Das Ziel: Die Zusatzbeiträge für Versicherte sollen nicht weiter in die Höhe schießen. Ein Teil des Geldes soll aber von der Pharmaindustrie kommen, für die strengere Sparauflagen vorgesehen sind.

Konkret sollen die Zwangsrabatte für Hersteller, die diese an die Krankenkassen zahlen müssen, massiv anwachsen. Der Pharmaverband VFA rechnet vor: Bis 2030 könnte der Rabatt von derzeit 7 Prozent auf etwa 20 Prozent des Listenpreises klettern. Die Branche läuft Sturm gegen diese Vorhaben. Die Kritik ist heftig: Solche Pläne würden dem Standort Deutschland schaden und das erklärte Regierungsziel, die Pharmaindustrie als wichtigen Wirtschaftszweig zu fördern, komplett untergraben. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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