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Pfizer sagt Merz abUS-Konzern droht wegen Sparplänen mit Investitions-Stopp

Albert Bourla, Chef von Pfizer

Copyright: Gian Ehrenzeller/KEYSTONE/dpa

Pfizer-Chef Albert Bourla ist über die Sparvorgaben der Bundesregierung verärgert. 8Archivbild)

Spar-Zoff eskaliert: Pfizer droht mit Milliarden-Rückzug

Pharma-Beben in Deutschland! US-Riese Pfizer lässt Merz abblitzen – Milliarden-Investitionen auf der Kippe

Riesen-Zoff um die Sparpläne der Regierung! Der amerikanische Pharma-Gigant Pfizer hat ein wichtiges Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) platzen lassen. In einem Brandbrief schießt der Chef des Konzerns gegen die Politik – und droht damit, geplante Milliarden-Projekte in Deutschland zu überdenken.

Die Verärgerung über die Spar-Politik ist riesig. So riesig, dass Pfizer-Boss Albert Bourla seine Zusage für den im Herbst angesetzten „Invest in Germany Summit“ der Bundesregierung eiskalt zurückzog. In einem Schreiben an Kanzler Merz, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt, steht klipp und klar: „Nach reiflicher Überlegung muss ich Ihnen leider mitteilen, dass ich bei dieser Gelegenheit nicht teilnehmen kann.“

Laut Bourla machen die Gesetzesvorhaben von Gesundheitsministerin Nina Warken (CDU) langfristige Engagements unmöglich und untergraben die erforderliche Sicherheit für Planungen. Für weltweit agierende Konzerne seien Investitionsentscheidungen „von der Zuverlässigkeit, Transparenz und Beständigkeit des politischen Umfelds bestimmt“. Pfizer hat in Deutschland mehr als 3.000 Mitarbeitende, darunter ein bedeutendes Werk in Freiburg. Jetzt kommt alles auf den Tisch. „Infolgedessen überprüfen wir unsere externen Verpflichtungen sowie den Zeitpunkt, den Umfang und die künftige Priorisierung bestimmter geplanter Investitionen in Deutschland.“

Spar-Hammer der Regierung löst Kettenreaktion aus

Aber worum geht es bei dem Streit genau? Gesundheitsministerin Warken plant mit dem sogenannten „Beitragssatzstabilisierungsgesetz“, die gesetzlichen Krankenkassen ab 2027 um 16,3 Milliarden Euro zu entlasten. Damit sollen höhere Beiträge für Versicherte abgewendet werden. Ein großer Teil dieser Summe soll direkt von der Pharmaindustrie kommen: Die Rabatte, die Hersteller den Kassen einräumen müssen, sollen massiv erhöht werden.

Diese Vorhaben haben in der gesamten Branche für einen Aufruhr gesorgt. Pfizer steht mit seiner Kritik nicht allein da. Der US-Konkurrent Eli Lilly hat bereits verkündet, ein geplantes 2,5-Milliarden-Dollar-Investment für eine neue Produktionsstätte in Alzey (Rheinland-Pfalz) zu halbieren. Und auch der deutsche Konzern Boehringer Ingelheim zieht die Reißleine: Geplante Projekte im Wert von 900 Millionen Euro in Deutschland werden auf Eis gelegt – auch hier wird auf die Sparpolitik verwiesen.

Krankenkassen-Chefin wirft Konzernen „Nötigung“ vor

Scharfer Gegenwind für das Vorgehen der Pharma-Riesen kommt von Carola Reimann, der Chefin des AOK-Bundesverbandes. Sie macht eine einfache Rechnung auf: In der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) klafft ein Finanzloch in zweistelliger Milliardenhöhe, während Konzerne wie Eli Lilly und Boehringer Ingelheim Gewinne in Milliardenhöhe einfahren.

Dass diese Unternehmen jetzt versuchen, „sich mit einer an Nötigung grenzenden Androhung von Investitionskürzungen ihrem Beitrag zu den dringend benötigten Einsparungen in der GKV zu entziehen, ist absolut inakzeptabel“, findet Reimann klare Worte. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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