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Debakel für RepublikanerTrump tobt und hat ersten Schuldigen gefunden

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Die Demokraten sind die großen Gewinner der Midterms in den USA. Doch Donald Trump sieht sich keinesfalls als Verlierer.

Es ist ein Debakel für Donald Trump (80) und seine Republikaner: Die Wähler und Wählerinnen in den USA haben seine Politik gnadenlos abgestraft. Die Demokraten gehen nach derzeitigem Ergebnis klar als Sieger aus den Kongress- und Senatswahlen hervor.

Doch als Verlierer sieht sich Donald Trump nicht. Im Gegenteil: „Meine Zahlen sind besser denn je“, behauptete Trump in einer Onlinebotschaft. Seine Umfragewerte seien um Klassen besser als die der früheren republikanischen Präsidenten Ronald Reagan und Abraham Lincoln. Trump berief sich dabei auf eine Umfrage des Senders CNN, der dem Präsidenten äußerst kritisch gegenübersteht.

Donald Trump empört sich über seinen früheren Lieblingssender Fox News

Der US-Präsident teilte während der Kongresswahlen mehrfach gegen seinen früheren Lieblingssender Fox News aus. Dieser habe eine „beleidigende“ Umfrage veröffentlicht, beschwerte sich Trump am Dienstag (3. November, Ortszeit) in seinem Onlinedienst Truth Social. „Jede Frage ist eine Rufmordkampagne, und jede Antwort ist Bullshit“, empörte sich der Präsident und machte den Sender Fox News mitverantwortlich für die herbe Niederlage der Republikaner bei den Midterms. Der Sender trage Verantwortung, weil er ständig Demokraten „und Schlimmeres“ in den Fokus stelle, meinte er auf Truth Social.

Der Sender Fox News gilt als konservativ und räumt dem Präsidenten wesentlich mehr Sendezeit ein als andere große US-Sender. Über demokratische Kandidaten in entscheidenden Senatsrennen hatte er vor der Wahl überwiegend negativ berichtet.

Trump wies jede Verantwortung für eine Republikaner-Niederlage von sich: „Ich stand nicht auf dem Stimmzettel, und wenn ich es getan hätte, hätten wir mit einem Erdrutschsieg gewonnen!“, so Trump auf Truth Social.

In der Umfrage machten 62 Prozent der Befragten Trumps Politik für die gestiegenen Preise in den USA verantwortlich. Ebenso viele gaben an, der Rechtspopulist kämpfe nicht für Leute wie sie. Weitere 56 Prozent verneinten laut Fox News, dass Trump ein „starker Anführer“ sei.

Fox News verbringe „zu viel Zeit damit“, über die Demokraten zu berichten, schrieb Trump weiter. Deshalb seien die Einschaltquoten stark eingebrochen. In einer dritten Botschaft ereiferte er sich zudem über die „dumme“ Kommentatorin Jessica Tarlov.

Bei den Zwischenwahlen zum Kongress standen am Dienstag in den USA alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat zur Abstimmung. Beide Kongresskammern werden derzeit von Trumps Republikanern beherrscht. Umfragen zufolge haben die oppositionellen Demokraten gute Chancen, das Repräsentantenhaus zu erobern. (AFP, dpa)