Merkel mischt sich jetzt ein Sie drängt auf einen neuen Corona-Schwellenwert

Angela Merkel drängt auf einen neuen Corona-Schwellenwert: Diese Erwartung stellt sie an die bevorstehende Bund-Länder-Konferenz. Die Noch-Bundeskanzlerin mischt sich ein und ist in Sorge wegen des rasenden Fortschreitens der Pandemie. 

Berlin. Angela Merkel drängt auf einen neuen Schwellenwert: den Hospitalisierungsindex. Die geschäftsführende Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat zudem eindringlich vor der Corona-Pandemie gewarnt und die Menschen abermals zum Impfen aufgerufen. „Es sind sehr schwierige Wochen, die vor uns liegen“, sagte Merkel in ihrem am Samstag, 13. November 2021, veröffentlichten Video-Podcast.

Vor einem Jahr sei man in einer ähnlich ernsten Lage gewesen, doch nun gebe es wirksame Impfstoffe. „Wir müssen nur zugreifen, schnell zugreifen. Ich bitte Sie: Machen Sie mit, und versuchen Sie, auch Verwandte und Freunde zu überzeugen.“

Angela Merkel will Hospitalisierungsindex besondere Rolle geben

Jeder Corona-Kranke solle die bestmögliche Behandlung bekommen. Aber auch für jeden anderen Behandlungsbedürftigen solle es Platz und Personal in den Krankenhäusern geben. „Doch genau das ist in den am schwersten von Corona betroffenen Landkreisen jetzt schon nicht mehr möglich. Die Stationen sind voll, Patienten müssen an andere Orte verlegt werden. Operationstermine werden abgesagt. Ärzte und Pflegekräfte, denen der letzte Pandemiewinter noch in den Knochen steckt, stehen schon wieder am Rand der Überforderung“, sagte Angela Merkel.

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Angesichts dessen rief Merkel vor dem Corona-Gipfel von Bund und Ländern am Donnerstag, 18. November 2021, zu gemeinsamem Handeln auf. „Es hat uns immer geholfen, wenn Bund und Ländern vorgehen und sich zu einheitlichen Regeln verpflichten“, sagte sie. Sie wies auf den sogenannten Hospitalisierungsindex hin, der die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern angibt: Damit daraus die richtigen Schlussfolgerungen gezogen werden könnten, müssten sich Bund und Länder „sehr schnell“ auf einen gemeinsamen Schwellenwert einigen, „ab dem jeweils entsprechend der regionalen Infektionswerte verbindlich über die bisher geltenden Maßnahmen hinaus zusätzliche Schritte zur Eindämmung der Pandemie“ eingeleitet werden könnten.

„Dieser Schwellenwert muss klug gewählt werden, damit die notwendigen Maßnahmen nicht zu spät ergriffen werden“, betonte sie. Denn man habe gelernt: Komme ein Bundesland an den Rand der Überforderung, habe das sofort auch Auswirkungen auf seine Nachbar-Bundesländer.

Merkel betonte auch die Bedeutung von Auffrischungsimpfungen. Auch dort müsse es jetzt sehr schnell vorangehen. Dort voranzukommen sei eine „nationale Kraftanstrengung unter großem Zeitdruck“, aber auch eine reale Chance, die schwere Herbst- und Winterwelle zu brechen. (dpa/dok)

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