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„Fallzahlen werden stark steigen“ Karl Lauterbach kündigt neue Corona-Regeln an

Karl Lauterbach (hier im Dezember 2021) erklärte, auf die Omikron-Welle mit neuen Beschlüssen reagieren zu wollen.

Karl Lauterbach (hier im Dezember 2021) erklärte, auf die Omikron-Welle mit neuen Beschlüssen reagieren zu wollen.

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach will verhindern, dass die Omikron-Welle in Deutschland „zu groß“ wird. Schon bald sollen neue Corona-Beschlüsse auf die Situation reagieren.

Die Omikron-Welle bereitet Expertinnen und Experten weiter starke Kopfschmerzen. Obwohl es Anlass zur Hoffnung gibt, dass die Corona-Variante eine niedrigere Hospitalisierungs- und Sterberate nach sich ziehen könnte, hat Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach neue Corona-Beschlüsse für Deutschland angekündigt.

„Es wird auf jeden Fall neue Beschlüsse geben, weil wir uns Gedanken darüber machen müssen, wie wir die Quarantäne-Verordnung verändern“, sagte Karl Lauterbach am Sonntagabend (2. Januar) zu RTL/ntv. Vor allem müsse man die Frage beantworten, wie man mit der Quarantäne-Regelung für Menschen umgehe, die in der kritischen Infrastruktur, also z.B. in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäusern arbeiteten, so Lauterbach.

Karl Lauterbach: Omikron-Welle darf nicht „zu groß“ werden

Zudem müsse man verhindern, dass die Omikron-Welle „zu groß“ werde. Deswegen spreche man bei dem für Freitag (7. Januar) angesetzten Bund-Länder-Gipfel auch darüber, welche Kontaktbeschränkungen angemessen seien.

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Lauterbach hob hervor, dass man sich eine Durchseuchung in Deutschland aufgrund der hohen Zahl an Ungeimpften „nicht leisten“ könne. Bezüglich der bevorstehenden Omikron-Welle sagte Lauterbach: „Die Fallzahlen werden sehr stark steigen und das wird dann auch viele Ungeimpfte treffen und die sind nicht geschützt. Daher mache ich mir da große Sorgen.“

Die USA erleben aktuell nach Angaben des führenden Epidemiologen Anthony Fauci derzeit einen „fast einen vertikalen Anstieg“ der Corona-Neuinfektionen. Am Freitag waren in den USA mehr als 440.000 neue Ansteckungen binnen 24 Stunden gemeldet worden. Das waren fast genau 200.000 mehr als bei dem Höhepunkt der Pandemie im vergangenen Februar.

Karl Lauterbach äußert sich zur allgemeinen Impfpflicht

Mit Blick auf die Debatte über die allgemeine Impfpflicht in Deutschland, sagte Lauterbach, dass entsprechende Anträge vorbereitet würden und diese in „wenigen Wochen“ vorlägen. Dies sei eine „hochethische“ Entscheidung, ob man für oder gegen die Impfpflicht sei. „Ich hoffe, wir kommen dazu“, so Lauterbach.

Vor dem Hintergrund der Sorge vor einem schlagartigen Personalausfall in Kliniken und anderen Versorgungsbereichen hatte sich der Präsident des Deutschen Landkreistags für eine kürzere Corona-Quarantäne ausgesprochen. „Eine Verkürzung der Quarantäne kann sich als sinnvoll erweisen“, sagte Landrat Reinhard Sager den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Wegen der befürchteten explosionsartigen Ausbreitung von Omikron fürchten die Expertinnen und Experten weiter eine Überlastung der Kliniken, obwohl die Variante seltener krank macht. Nach Angaben des Berliner Virologen Christian Drosten trägt ein Ungeimpfter mit Omikron-Infektion drei Viertel des Risikos einer Klinikeinweisung eines Ungeimpften mit der Delta-Variante von Corona. Für Ungeimpfte vor allem über 60 wird es laut Drosten jetzt „richtig gefährlich“.

Noch gar nicht geimpft sind 25,8 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland. Das ist mehr als jeder vierte Bürger - 21,5 Millionen Menschen. Darunter sind rund 4 Millionen Kinder bis vier, die noch nicht geimpft werden können. Mindestens 71,2 Prozent der Gesamtbevölkerung haben den Immunschutz von in der Regel zwei Impfungen. Mindestens 38,7 Prozent haben zusätzlich eine Auffrischungsimpfung erhalten. (jv mit dpa)

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