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Putins Armee sei „leistungsschwach“ Biden sieht atomare Gefahr – hat Weißes Haus Hinweise?

Die Gefahr einer atomaren Konfrontation ist für US-Präsident Joe Biden so groß wie seit 60 Jahren nicht mehr. Grund dafür sind Drohungen aus dem Kreml. Das Weiße Haus gibt jedoch Entwarnung. 

US-Präsident Joe Biden blickt mit großer Sorge nach Russland. Die Gefahr einer atomaren Konfrontation mit katastrophalen Folgen sei so groß wie seit 60 Jahren nicht mehr.

Seit der Kuba-Krise im Jahr 1962 habe die Welt nicht vor der Aussicht auf ein „Armageddon“ gestanden, sagte Biden am Donnerstagabend (6. Oktober) laut mitreisenden Journalisten bei einem Auftritt in New York.

Joe Biden: So nahe am „Armageddon“ wie seit Kuba-Krise nicht mehr

Er kenne den russischen Präsidenten Wladimir Putin ziemlich gut, sagte Biden demnach weiter. Und der Kremlchef scherze nicht, wenn er über den potenziellen Einsatz taktischer Atomwaffen sowie Chemie- und Biowaffen spreche. Der Grund: Das russische Militär schwächele aktuell in seinen Kampfhandlungen gegen die Ukraine.

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Biden glaube zugleich nicht, dass es möglich wäre, einfach taktische Atomwaffen einzusetzen, ohne dass dies zu einem „Armageddon“ führen würde, betonte der US-Präsident.

Weißes Haus: Keine Hinweise auf bevorstehenden Atomwaffeneinsatz

Nach der Warnung von US-Präsident Joe Biden vor einem atomaren „Armageddon“ hat das Weiße Haus jedoch betont, dass es derzeit keine Hinweise auf einen bevorstehenden Atomwaffeneinsatz durch Russland gebe.

„Wir haben keinen Grund gesehen, unsere eigene strategische nukleare Aufstellung anzupassen“, sagte Bidens Sprecherin Karine Jean-Pierre am Freitag (7. Oktober 2022) an Bord der Präsidentenmaschine Air Force One.

„Wir haben auch keine Hinweise darauf, dass Russland unmittelbar einen Einsatz von Atomwaffen vorbereitet.“ Auf die Frage, ob Bidens „Armageddon“-Äußerung auf neue US-Geheimdienstinformationen zurückgehe, antwortete Jean-Pierre mit „nein“.

Joe Biden über Putin: „Weil seine Armee ziemlich leistungsschwach ist“

Biden hatte am Donnerstag gesagt, das Risiko einer nuklearen Katastrophe sei so hoch wie zuletzt zu Zeiten von Präsident John F. Kennedy und der Kubakrise 1962. Er verwendete dabei den Begriff „Armageddon“, eine biblische Bezeichnung für den letzten entscheidenden Kampf am Ende der Welt.

Die Kuba-Krise war eine dramatische Zuspitzung des Kalten Krieges im Oktober 1962, nachdem die Sowjetunion Mittelstrecken-Raketen auf der Insel stationiert hatte. Die beiden Supermächte waren in dem rund zweiwöchigen Konflikt einem Atomkrieg nahegekommen, räumten die Gefahr jedoch mit Verhandlungen aus.

Biden sagte, der russische Präsident Wladimir Putin mache „keine Witze“, wenn er mit dem Einsatz von taktischen Atomwaffen, biologischen oder chemischen Waffen drohe, „weil seine Armee, möchte man sagen, ziemlich leistungsschwach ist“.

Putin hat seit Beginn des Ukraine-Krieges mehrfach indirekt mit dem Einsatz von Atomwaffen gedroht. Fachleuten zufolge würde es sich dabei höchstwahrscheinlich um Angriffe mit taktischen Atomwaffen handeln. Deren Sprengkraft ist kleiner als die von strategischen Atomwaffen. Biden warnte jedoch, ein taktischer Atomangriff berge dennoch das Risiko eines Flächenbrandes.

Russland hat vier ukrainische Gebiete völkerrechtswidrig annektiert

Russland hatte zuletzt vier besetzte ukrainische Gebiete völkerrechtswidrig annektiert und unter anderem Putin kündigte an, man werde sie mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln verteidigen.

Die USA warnten die russische Führung bereits seit einiger Zeit in direkten Kontakten, ein Einsatz taktischer Atomwaffen werde schwerwiegende Konsequenzen nach sich ziehen. Zugleich wollte sich das Weiße Haus nicht öffentlich dazu äußern, wie diese Konsequenzen aussehen könnten. (dpa, afp)

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