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Versprechen nach Stotter-Start Jens Spahn nennt Start von „Impf-Angebot für alle“

Berlin – Die Probleme rund um die Impfung gegen das Coronavirus schlagen in Deutschland weiter hohe Wellen. Weil es weiterhin nur wenige Impfdosen gibt, steht Gesundheitsminister Jens Spahn verstärkt im Fokus.

Am Mittwoch (6. Januar) äußerte sich der CDU-Politiker über die aktuelle Lage und die Aussichten für die kommenden Wochen und Monate. 

Jens Spahn: Impf-Angebot für alle Deutschen soll bis zum Sommer bereitstehen

Die wichtigste Einschätzung: Im Laufe des Sommers soll für alle Deutschen das Angebot für eine Corona-Impfung bereitstehen. Die Regierung habe bei verschiedenen Herstellern ausreichende Mengen an Impfstoffen bestellt. Das große Problem sei derzeit aber die Lieferung, da der weltweite Bedarf verständlicherweise immens sei.

Bis spätestens Mitte Februar soll zunächst ein Impf-Angebot für alle Bewohner von Pflegeeinrichtungen gewährleistet sein. Weil Hersteller Biontech schon in wenigen Wochen ein zweites Produktionszentrum in Marburg eröffnen will, könnten sich weitere Lieferungen in den kommenden Monaten deutlich beschleunigen.

Jens Spahn äußert sich zu Corona-Impfung: Wichtigste Aussagen der Pressekonferenz 

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  • Damit endet die Pressekonferenz mit Jens Spahn.
  • Der Gesundheitsminister bedauert, dass es bei der Terminvergabe noch zu Problemen komme. Er kündigt an, dass sich die Lage kontinuierlich bessern werde.
  • Spahn erklärt, dass bis spätestens Mitte Februar allen Bewohnern in Pflegeeinrichtungen ein Impf-Angebot gemacht werden soll. In vielen Bundesländern sei sogar Ende Januar als Zeitpunkt realistisch.
  • Wie lange die Wirkung des Impfstoffs anhalte, sei noch nicht bekannt. Spahn: „Ob sie fünf Jahre reicht, zehn oder drei, wird man erst im Zeitablauf sehen.“
  • Spahn hält noch einmal fest: Es gebe keine Probleme bei der von Deutschland georderten Bestellmenge, sondern bei der ausreichenden Produktion der Impfstoffe.
  • Jens Spahn betont, dass das Verhältnis zu Bundeskanzlerin Angela Merkel weiter intakt sei. Man arbeite in der Pandemie sehr gut zusammen.
  • Der Impfstoff des Unternehmens Moderna soll nach seiner Zulassung bereits in der Woche ab dem 11. Januar in Deutschland zum Einsatz kommen.
  • Spahn beklagt bewusste Kampagnen mit Falschinformationen gegen bestimmte Impfstoffe. Eine der Aufgaben sei es daher, die Akzeptanz für die Impfung hochzuhalten.
  • Das große Ziel sei es, dass Impfstoff-Hersteller Biontech schon im Februar in Marburg einen zweiten Produktionsstandort eröffnen können. Das könne die Lieferung großer Mengen deutlich beschleunigen.
  • Deutschland habe ausreichend Impfstoff bestellt. Der Bedarf könne in den kommenden Monaten gedeckt werden, weil die Bundesregierung frühzeitig große Mengen bestellt habe.
  • Jens Spahn verspricht weitere Zulassung von Impfstoff-Kandidaten. „Wir können allen in Deutschland im Sommer ein Impfangebot machen.“
  • „Dass wir anfangs zu wenig Impfstoff haben würden, war von Anfang an klar“, erklärt der Gesundheitsminister. Das liege nicht an zu wenig bestellten Mengen, sondern an zu geringen Kapazitäten bei der Produktion.
  • Spahn betont: Impfen ist der entscheidende Weg aus der Pandemie. Daher habe er auch Verständnis für die Ungeduld vieler Menschen. Er räumt ein, dass bislang nicht alles wie gewünscht funktioniere.
  • „Wenn die Ältesten geimpft sind, verliert die Pandemie einen Großteil ihres Schreckens“, verspricht Spahn.
  • Bislang seien knapp 400.000 Menschen geimpft worden, vor allem in Pflegeheimen.
  • Spahn weist zunächst auf die Verschärfung der Corona-Maßnahmen hin. Er spricht von „tiefen Einschnitten“, die schmerzhaft, aber auch notwendig seien.
  • Jens Spahn tritt pünktlich um 12.15 Uhr vor die Presse und blickt auf den Stand bei der Corona-Impfung in Deutschland.

Jens Spahn lässt Vorgehen bei zweiter Corona-Impfung prüfen

Am Dienstag wurden die neuen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung beschlossen, ein Kurswechsel bei der Impfung wurde von Jens Spahn dagegen zunächst nicht thematisiert. Zuvor hatten sich die Berichte über die Pläne gehäuft, die zweite Impf-Dosis nach hinten zu verschieben. 

Die Idee ist auf den ersten Blick simpel und einleuchtend: Um zumindest einen gewissen Schutz gegen Corona zu haben, könnten möglichst viele Menschen zunächst die erste Dosis des Impfstoffs bekommen.

Zweite Dosis der Corona-Impfung erst später? Jens Spahn informiert

Die zweite Dosis, die für einen vollen Impfschutz notwendig ist, käme dann später als vorgesehen dran. Jens Spahn will aufgrund der begrenzten Impfstoff-Mengen prüfen lassen, ob ein solches Vorgehen für Deutschland in Frage kommt. Genauer ging er darauf am Mittwoch aber nicht ein.

Am Mittwoch hat die Europäische Arzneimittelagentur EMA außerdem den Weg für die Anwendung des Corona-Impfstoffs von Moderna frei gemacht. Sie empfehle eine bedingte Zulassung „zur Prävention von COVID-19 bei Menschen ab 18 Jahren", erklärte die in Amsterdam ansässige Behörde.

Auch das könnte für die weiteren Impf-Pläne in Deutschland eine Rolle spielen. (bc/dpa)

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