Tarif-Zoff eskaliert: Verdi legt Läden in NRW lahm.
Der Tarif-Zoff eskaliertVerdi ruft zu Warnstreiks bei H&M, Zara und Co. in NRW auf

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Verdi ruft mal wieder zu Warnstreiks im Einzelhandel auf.
Der Zoff im Handel eskaliert wieder! Am Freitag gibt es in NRW neue Warnstreiks. Wer bei Ketten wie Primark, H&M, Zara oder TK Maxx shoppen will, muss sich auf was gefasst machen. Die Gewerkschaft Verdi hat Arbeitsniederlegungen in Orten wie Bielefeld, Dortmund, Düren, Neuss, Münster und Wuppertal angekündigt.
Bei Verdi kocht die Wut hoch. Der Grund: Die Gegenseite mauert. Henrike Eickholt, die für Verdi NRW am Tisch sitzt, sagt es klipp und klar: Die Arbeitgeber würden sich weigern, „jede substanzielle Bewegung“ zu machen. Ihr enttäuschtes Urteil lautet: „Das spricht nicht für einen ernsthaften Willen zu einem zügigen Tarifabschluss.“ Dabei steht viel auf dem Spiel: Die Gespräche betreffen das Schicksal von etwa 700.000 Angestellten im Einzelhandel von NRW.
Das will die Gewerkschaft: 7 Prozent mehr Geld
Die Gewerkschaft verlangt ganz konkret eine Gehaltserhöhung von sieben Prozent. Für jeden Angestellten sollen das aber mindestens 225 Euro monatlich sein. Außerdem soll der neue Deal nur für eine Dauer von 12 Monaten gelten.
Doch die Arbeitgeberseite winkt ab. Diese Forderungen seien völlig überzogen und nicht umsetzbar. Steven Haarke, der Tarif-Chef beim Handelsverband Deutschland, spielt die Lage herunter: Er betont, dass die Streiks für die Käuferinnen und Käufer bisher kaum spürbare Folgen hatten.
Handelsverband: „Weniger Krawall und mehr Wille zur Einigung“
Haarke legt sogar noch nach: „Es ist nicht davon auszugehen, dass sich daran etwas ändert.“ Er findet es schade, dass Verdi die Mitarbeiter zum Streik mobilisiert, statt sich am Verhandlungstisch ernsthaft mit dem Vorschlag der Arbeitgeber zu beschäftigen. Sein Appell an die Gewerkschaft ist unmissverständlich: „In der aktuell schwierigen wirtschaftlichen Lage braucht es weniger Krawall und mehr Wille zur Einigung.“ (dpa/red)
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