Erste Ergebnisse sind daEine Partei stürzt massiv ab – AfD kämpft um Platz zwei

Lange Gesichter bei den Grünen in Berlin: Emily Büning (vorne, von links), Politische Bundesgeschäftsführerin, Bundesvorsitzende Ricarda Lang, Spitzenkandidatin Terry Reintke, Grünen-Chef Omid Nouripour und Spitzenkandidat Sergey Lagodinsky.

Lange Gesichter bei den Grünen in Berlin: Emily Büning (vorne, von links), Politische Bundesgeschäftsführerin, Bundesvorsitzende Ricarda Lang, Spitzenkandidatin Terry Reintke, Grünen-Chef Omid Nouripour und Spitzenkandidat Sergey Lagodinsky.

Drama für die Grünen: Die Partei stürzt bei der Europawahl 2024 laut ersten Ergebnissen massiv ab. Die Union ist mit Abstand vorn.

CDU und CSU haben die Europawahl in Deutschland mit großem Abstand gewonnen. Nach den 18-Uhr-Prognosen und ersten Hochrechnungen von ARD und ZDF wurde die AfD zweitstärkste Kraft. Die Grünen müssen deutliche Verluste hinnehmen. 

Das sind die Ergebnisse laut der ersten Hochrechnung (Stand: 20:03 Uhr):

  1. Union: 30 Prozent (+1,1)
  2. AfD: 16,4 Prozent (+5,4)
  3. SPD: 13,9 Prozent (-1,9)
  4. Grüne: 12,2 Prozent (-8,3) 
  5. FDP: 4,8 Prozent (-0,6)
  6. BSW: 6,1 Prozent
  7. Linke: 2,8 Prozent (-2,7)
  8. Sonstige: 10, Prozent (-1,4)

Europawahl 2024: Ursula von der Leyen kann auf weitere Amtszeit hoffen

Bei der Europawahl deutet sich nach ersten Zahlen von ARD und ZDF ein klarer Sieg des Mitte-Rechts-Bündnisses EVP mit der deutschen Spitzenkandidatin Ursula von der Leyen ab. Den um kurz vor 18 Uhr veröffentlichten Trends zufolge könnte es auf rund 180 der 720 Sitze im neuen Europäischen Parlament kommen.

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Im Vergleich zur Europawahl 2019 bleibt es damit stabil. Ursula von der Leyen kann demnach auf eine weitere Amtszeit als Präsidentin der EU-Kommission hoffen. Grundlage der Zahlen waren Umfragen und Hochrechnungen.

Europawahl 2024: Grüne verlieren deutlich

Zweitstärkstes Lager im neuen Parlament bleiben demnach die Sozialdemokraten, die auf etwa 135 Sitze kommen könnten. Danach folgen die Liberalen, die auf 81 bis 87 Sitze abrutschen, sowie die zwei bisherigen rechtspopulistischen Parteienbündnisse EKR und ID, mit knapp 80 beziehungsweise rund 70 Sitzen.

Die Grünen würden demnach deutlich verlieren und weit unter 60 Sitzen landen. Die deutsche AfD wird zu den fraktionslosen Parteien gezählt, da sie kurz vor der Europawahl aus der ID-Fraktion ausgeschlossen worden war. Insgesamt dürften rechte Parteien den Zahlen zufolge am stärksten hinzugewinnen. (dpa/mg)