In Sewastopol ist ein russischer Marineoffizier bei einem Bombenanschlag getötet worden. Eine 32-jährige Frau soll die Bombe platziert haben – Moskau spricht von „ukrainischen Spezialdiensten“.
„Sie zeigte kein bisschen Reue“Escort-Dame (32) sprengt Putin-Offizier in die Luft

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Das Archivfoto zeigt die Escort-Dame, die einen Anschlag auf einen russischen Offizier ausgeübt haben soll.
Es passiert am helllichten Tag, mitten in Sewastopol: Plötzlich gibt es einen gewaltigen Knall. Eine Bombe in einem Mülleimer geht in die Luft. Ein russischer Offizier wird bei der Explosion getötet. Es soll sich um Robert Mansurovich Shageev handeln – einen früheren ukrainischen Marineoffizier, der 2014 während der Annexion der Krim zu Russland übergelaufen war.
Nach Darstellung der russischen Behörden und Medien soll eine 32-jährige Frau namens Margarita Reut festgenommen worden sein. Ihr wird vorgeworfen, den Sprengsatz platziert zu haben – angeblich im Auftrag ukrainischer Spezialdienste. Sie soll den Überläufer gezielt getötet haben.
Russischer Gouverneur spricht von „zynischem Verbrechen“
Nach Angaben russischer Medien, die von der internationalen Presse wie dem britischen „Telegraph“ aufgegriffen wurden, habe sie die Bombe in dem Mülleimer neben einer Bank versteckt. Als der Offizier eine Treppe hinunterging, habe sie diese dann detonieren lassen. Die Explosion sei so laut gewesen, dass Anwohner sie zunächst für einen Drohnenangriff gehalten hätten. Shageev sei noch am Tatort an seinen Verletzungen gestorben.
Der von Russland eingesetzte Gouverneur von Sewastopol, Michail Raswoschajew, nannte in seinem Statement zwar nicht den Namen des Opfers, sprach aber von einem „zynischen Verbrechen“ gegen einen Offizier und erklärte, Ermittler hätten festgestellt, dass die Verdächtige auf Anweisung der Ukraine gehandelt habe.
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Reut sei russische Staatsbürgerin, geboren in Jaroslawl, und war zuletzt in Sotschi gemeldet. Sie soll zuletzt regelmäßig auf die Krim gereist sein. Sie soll als Biologin gearbeitet haben, habe aber auch ihre Dienste auf verschiedenen Escort-Seiten angeboten. Im Sommer 2025 sei sie bereits mit der Polizei in Konflikt geraten, nachdem sie nach einer ukrainischen Drohnenattacke mit den Worten reagierte: „Geschieht euch recht, Russen!“.
Margarita Reut soll keine Reue gezeigt haben
Laut dem russischen Sender „Mash“ habe sie nach dem Anschlag auf die Frage, ob sie es bereue, einen Offizier der russischen Armee getötet zu haben, mit „nein“ geantwortet. Außerdem wird behauptet, sie sei für den Auftrag in Kryptowährung bezahlt worden und habe anschließend fliehen wollen. Sie sei laut russischen Behörden wegen Terrorismus mit Todesfolge angeklagt worden.
Moskau wirft der Ukraine seit Monaten und Jahren immer wieder gezielte Anschläge auf Personen vor, die als Teil des russischen Kriegsapparats gelten. Kiew äußert sich in solchen Fällen teils gar nicht – oder verweist allgemein darauf, dass die Krim und Sewastopol militärische Ziele seien.
Shageev war einst Kommandeur des ukrainischen U-Boots „Saporischschja“, als er die Seiten wechselte. Das Boot war lange das einzige U-Boot der ukrainischen Marine, bis es 2014 unter russische Kontrolle geriet. Er sei laut ukrainischen Angaben später in der russischen Schwarzmeerflotte aufgestiegen, unter anderem als Kommandeur eines U-Boots und danach als stellvertretender Kommandeur einer U-Boot-Brigade. Er gehörte damit zu jenen ukrainischen Militärs, die nach der Krim-Annexion die Seiten wechselten – und heute eine wichtige Rolle in der russischen Kriegsführung spielen. (mg)

