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„Bereitet mir Sorgen“ Energieagentur-Chef warnt Europa vor neuer Versorgungskrise

Die Versorgungskrise ist überwunden? Mitnichten – geht es nach Energieagentur-Chef Fatih Birol. Der nächste Winter bereite ihm Sorgen.

Der Chef der Internationalen Energieagentur, Fatih Birol, hat die Europäer davor gewarnt, die Versorgungskrise angesichts fallender Gaspreise vorschnell abzuhaken.

„Der nächste Winter bereitet mir Sorgen“, sagte Birol dem „Handelsblatt“ vom Dienstag (24. Januar 2023). „Kein russisches Gas, Chinas Comeback als Importeur, wenig Angebotszuwachs: Diese drei Faktoren machen den nächsten Winter zur Herausforderung.“ 

Energieagentur-Chef Birol: „Falsche Energiepolitik“

Er fürchte, dass viele Regierungen „ein bisschen zu froh“ über den bislang relativ milden Verlauf der Krise seien. Europa müsse den Gasverbrauch weiter senken.

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Vor dem Hintergrund der angespannten Lage kritisierte der IEA-Direktor den deutschen Atomausstieg: „Ich wünschte, es gäbe die Möglichkeit, die Laufzeiten bei Bedarf deutlich stärker zu verlängern.“ Dagegen lobte Birol, dass sich der Ausbau von Windkraft und Solaranlagen beschleunigt habe. „Vor allem die Beschleunigung der Planungsverfahren zahlt sich aus.“

Allerdings befürchtet der Energie-Experte, dass Europa in neue Abhängigkeiten geraten könnte. „Es war eine falsche Energiepolitik, bei einem strategisch so wichtigen Energieträger wie Gas so lange nur auf ein Land zu setzen“, sagte er mit Blick auf Russland.

„Wenn wir jetzt die erneuerbaren Energien anschauen, sehen wir ein ähnliches Bild“: Rund 70 Prozent aller E-Auto-Batterien würden in China hergestellt. Europa müsse neue Lieferanten finden und selbst in die Förderung kritischer Mineralien einsteigen, forderte der 64-Jährige. (dpa/afp)

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