Donald Trump sorgt kurz vor dem 9/11-Jahrestag für Irritationen. Stimmt seine Geschichte überhaupt?
25. Jahrestag der TerroranschlägeTrump sorgt mit 9/11-Aussage für Irritation – alles Lüge?

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US-Präsident Donald Trump spricht vor dem Weißen haus am 8. September über 9/11.
Donald Trump sorgte kurz vor dem 25. Gedenktag der Terrorattacken vom 11. September 2001 für Irritationen. Bei einem Auftritt am Dienstag präsentierte er eine Story, die für einige Fragen sorgt: Angeblich hätten ihn Feuerwehrleute aus einer einsturzgefährdeten Zone getragen. Seine genauen Worte: „Sie packten mich unter den Armen und sagten: ‚Wir müssen hier raus!‘, und dann hoben sie mich hoch“.
Trump wollte den Eindruck erwecken, er wäre während der Anschläge vor Ort gewesen: „Ich habe noch nie eine so unglaubliche Ansammlung von Stahl und – leider – Leichen und allem, was man sich nur vorstellen kann, gesehen“, so der US-Präsident. Ganz neu ist diese Story von der Rettung aus dem Schutt nicht, denn schon 2016 präsentierte er eine ähnliche Version. Das Problem dabei: Handfeste Beweise für seine Schilderung fehlen bis heute. Das berichtet „Focus online“.
Trump sorgt mit Aussagen über 9/11 für Irritation
Die Wirklichkeit am Tag der Attacken zeichnet ein völlig anderes Bild. Trump gab damals dem Sender „WWOR-TV“ ein Live-Fernsehinterview – allerdings aus sicherer Distanz, etliche Kilometer vom Ground Zero entfernt.
Dort erzählte er, er habe die Anschläge aus dem Fenster beobachtet und prahlte damit, dass sein Hochhaus jetzt das höchste der Stadt sei: „Die 40 Wall Street war tatsächlich das zweithöchste Gebäude in der Innenstadt von Manhattan, und bevor das World Trade Center gebaut wurde, war es das größte. Als dann das World Trade Center gebaut wurde, galt es als das zweithöchste, und jetzt ist es das höchste. Ich habe gerade mit meinen Leuten gesprochen, und sie sagten, es sei ein unglaublich beeindruckender Anblick.“
Doch selbst das war nicht korrekt. Nachdem die Twin Towers eingestürzt waren, war das 70 Pine Street das höchste Gebäude in Downtown Manhattan, nicht die 40 Wall Street. Faktenchecker von Politifact und anderen Plattformen haben zudem weitere Behauptungen Trumps, er habe bei den Rettungsarbeiten geholfen, als unbelegt eingestuft. Man habe ihn in den Tagen nach der Katastrophe zwar mehrfach nahe Ground Zero gesehen, doch ein Beweis für eine direkte Teilnahme an den Bergungsaktionen existiert nicht.
Bei der Gedenkfeier am Dienstag, die von der Tunnel to Towers Foundation drei Tage vor dem 25. Jahrestag ausgerichtet wurde, fand Trump dann auch ernste Worte. Er gedachte der Opfer und der Ersthelfer dieser Tragödie. „Wir werden das niemals vergessen. Das sagen wir, und das meinen wir auch so“, unterstrich er seine Aussage. (red)
Am 11. September 2001 verloren 343 Feuerwehrleute aus New York bei den Rettungseinsätzen ihr Leben. Hunderte weitere Helferinnen und Helfer erkrankten in der Folgezeit an den Auswirkungen der massiven Luftverschmutzung oder kamen dadurch ums Leben. (red)
