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Ausverkauf nach USADeutsches Hightech-Juwel Mynaric für 155 Millionen Euro verkauft

Satelliten am Nachthimmel

Copyright: Patrick Pleul/dpa

Erdnahe Satelliten sind auf Langzeitbelichtungen als Lichtspuren zu erkennen. Das bayerische Start-Up Mynaric baut Laserfunkterminals für Satelliten und ist nun von einem US-Konzern übernommen worden. (Symbolbild)

Eine deutsche Hightech-Hoffnung ist am Ende. Die Firma Mynaric aus München verliert ihre Unabhängigkeit und wird von einem amerikanischen Unternehmen gekauft.

Ausverkauf in der Tech-Szene: US-Konzern schluckt Münchner Startup Mynaric. Der Traum von einem deutschen Champion in der Raumfahrt-Technik ist ausgeträumt. Für das Startup Mynaric, das einst mit viel Zuversicht an den Start ging, ist die Selbstständigkeit Geschichte. Ein Konzern aus den USA, Rocket Lab, hat den in München beheimateten Spezialisten für Laser-Kommunikation übernommen. Wie Rocket Lab mitteilte, liegt inzwischen auch die Zustimmung vom Bundeswirtschaftsministerium vor. Über diese Entwicklung hatten Fachmedien bereits im Vorfeld berichtet. Der Kaufpreis wird vom Erwerber auf 155 Millionen Euro beziffert, wobei ein Großteil der Summe aus Aktien von Rocket Lab und nicht aus Bargeld besteht. Der Firmensitz von Mynaric wird jedoch in München erhalten bleiben und soll als erstes europäisches Standbein für Rocket Lab dienen.

Rocket Lab will in Europa expandieren

Wie der Firmenname bereits andeutet, stellt Rocket Lab Raketen her. Mit dem Modell „Electron“ hat das Unternehmen laut dpa-Angaben schon über 250 Satelliten in den Orbit befördert. Der Konzern entwickelt mittlerweile aber auch eigene Satelliten, und für diesen Geschäftszweig ist Mynaric die perfekte Ergänzung. Das deutsche Startup hat nämlich Terminals für Laserfunk entwickelt, die eine abhörsichere Kommunikation sowie schnelle Datenverbindungen ermöglichen. Rocket Lab beabsichtigt, diese Technik unter anderem in 36 Militärsatelliten für die USA zu integrieren, für die ein Auftrag der Regierung aus Washington vorliegt. Dieses Geschäft hat laut den Angaben ein Volumen von 1,3 Milliarden Dollar.

Start der Serienproduktion bei Mynaric geriet zum Debakel

Anders als es bei vielen anderen Startups der Fall ist, war die Technologie von Mynaric bereits ausgereift. Das Unternehmen ist jedoch an einem anderen Hindernis gescheitert: Die Massenfertigung der Laserfunkterminals hätte 2021 anlaufen sollen, verzögerte sich aber so erheblich, dass die Firma in eine finanzielle Notlage geriet.

Mynaric ist eine Hightech-Firma, die aus dem Deutschen Luft- und Raumfahrtzentrum hervorging. Sie war seit 2017 an der Börse in Frankfurt notiert und seit 2021 zusätzlich an der New Yorker Nasdaq. Wegen der existenzbedrohenden finanziellen Lage musste Mynaric im Vorjahr ein Sanierungsverfahren einleiten. Dabei wurden die Aktionäre ohne jegliche Entschädigung enteignet. Bereits im März des vergangenen Jahres hatte Rocket Lab sein Interesse bekundet, während es anscheinend keine deutschen Bewerber für eine Übernahme gab. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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