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Dafür wird er gefeiert AfD-Frau Weidel schießt gegen ARD-Moderator, der weist sie gekonnt zurecht

Alice Weidel (AfD, hier im Mai in Berlin zu sehen) wurde bei einem Interview mit ARD-Moderator Ingo Zamperoni ungemütlich. Doch der wies die Politikerin gekonnt in ihre Schranken.

Alice Weidel (AfD, hier im Mai 2021 in Berlin zu sehen) wurde bei einem Interview mit ARD-Moderator Ingo Zamperoni direkt nach der Bundestagswahl ungemütlich. Doch der wies die Politikerin gekonnt in ihre Schranken.

Nach der Bundestagswahl 2021 ist er für viele im Netz der wahre Gewinner des Abends: ARD-Moderator Ingo Zamperoni. Im Gespräch mit AfD-Politikerin Alice Weidel wies er sie klar in ihre Schranken. Und gab ihr souverän Kontra. 

Berlin. Am Abend nach der Bundestagswahl kamen im Wahlprogramm der ARD sämtliche Spitzenkandidatinnen und Spitzenkandidaten aller im Bundestag vertretenen Parteien zu Wort. Auch die Co-Bundestagsfraktionschefin der AfD, Alice Weidel, wollte die Wichtigkeit ihrer Partei nach dem Wahlergebnis hervorheben. Doch ARD-Moderator Ingo Zamperoni bot ihr souverän die Stirn. 

Laut Nachwahlbefragungen der Institute Infratest dimap in der ARD und der Forschungsgruppe Wahlen im ZDF kommt die Alternative für Deutschland im Bund auf zehn bis elf Prozent. Bei der Bundestagswahl 2017 hatte sie 12,6 Prozent errungen.

Im Interview mit Ingo Zamperoni erklärte sie dann, dass sie sich durch das Ergebnis der Bundestagswahl in ihrem Kurs bestätigt sehe.

„Den ganzen Unkenrufen zum Trotz“ sei ihre Partei nicht aus dem Bundestag herausgewählt worden, sondern habe „ein sehr solides Ergebnis eingefahren.“ Weidel: „Das heißt, um uns wird man nicht mehr drumherum kommen.“ 

ARD: Ingo Zamperoni wird für Weidel-Konter im Netz gefeiert

ARD-Moderator Zamperoni konterte schlagfertig: „Man wird schon um Sie herumkommen, weil man Sie nicht für eine Koalition in Betracht zieht.“

Rumms! Tatsächlich schließen bisher alle im Bundestag vertretenen Parteien eine Koalition mit der AfD kategorisch aus.

Für diesen Konter wurde Ingo Zamperoni prompt im Netz gefeiert. „Vergessen wir mal kurz Scholz und Laschet! Gewinner des Abends ist jetzt schon Ingo Zamperoni von der ARD“, schreibt ein Twitter-User und postet einen Ausschnitt des Gespräches. 

„Ich wünschte mir, dass mehr Interviewer Alice Weidel so gut gelaunt und souverän widersprächen wie hier Ingo Zamperoni“, twittert auch der Medienjournalist Stefan Niggemeier.

Weidel wollte anschließend eine Benachteiligung ihrer Partei im Wahlkampf attestieren. Es habe eine „ganz klare Wettbewerbsverzerrung in diesem Wahlkampf“ gegeben, sagte die AfD-Politikerin weiter in der ARD.

Während die Grünen „medial hochgejuxt“ worden seien, sei die AfD „als nicht koalitionsfähig direkt aus dem Wettbewerb ausgeschlossen“ worden. Man habe einen „Drei-Parteien-Wahlkampf“ gemacht. 

Zamperoni blieb cool, obwohl die AfD-Frau allmählich ungemütlicher wurde. „Das waren die Kanzlerkandidaten, auf die wir geguckt haben. Und Sie sind hier auch zu Wort gekommen. Wir haben Sie nicht ausgespart, Frau Weidel.“

ARD: Alice Weidel wird zickig, Ingo Zamperoni bleibt cool

Weidel blieb stur: „Richtig, aber Sie haben ja gesagt, mit der AfD will niemand koalieren.“ Zamperoni: „Ja, das sind nicht meine Worte. Das sind die Worte der anderen Parteien.“

Weidel wollte persönlich werden: „Ja, Sie freuen sich ja auch richtig. Ich freue mich auch“. Zamperoni lässig: „Sie sind genauso freundlich.“

Auch wenn Weidel das Abschneiden ihrer Partei „sehr solide“ nannte: Vorerst scheint der Höhenflug der AfD gestoppt, die 2017 erstmals in den Bundestag einzog und damals aus dem Stand drittstärkste Partei wurde. Die AfD, bisher drittstärkste Kraft, kommt nun auf 10,3 bis 11,1 Prozent (vorher 12,6). (mg)

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