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Armin Laschet Jetzt ist klar, was ihn im Flutgebiet zum Lachen brachte

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, lacht im Juli 2021 im Flutgebiet, während Bundespräsident Steinmeier (nicht im Bild) ein Pressestatement gibt. Im Interview erklärt er nun, was ihn damals zum Lachen brachte.

Armin Laschet (CDU), Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, lacht im Juli 2021 im Flutgebiet, während Bundespräsident Steinmeier (nicht im Bild) ein Pressestatement gibt. Im Interview erklärt er nun, was ihn damals zum Lachen brachte.

Erstmals spricht er in einem Interview offen über sein Scheitern als Kanzlerkandidat: Ex-Ministerpräsident Armin Laschet. Er beichtet auch, was ihn damals im Flutgebiet so zum Lachen brachte.

Der ehemalige Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU), wäre nach seinem Scheitern als Kanzlerkandidat der Union bei der Bundestagswahl gerne Regierungschef in Düsseldorf geblieben. „Das Amt des Ministerpräsidenten aufzugeben war schwer“, sagte Laschet.

Es sei aber von Anfang an für ihn klar gewesen, dass es „keine Rückfahrkarte“ geben und dass er nach Berlin gehen würde.

Gleichwohl sei es Armin Laschet „nicht leicht gefallen“, dieses Versprechen einzulösen, erklärte Laschet im Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“.

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Armin Laschet bedauert Lacher im Flutgebiet

Den Lacher, der ihm bei einem gemeinsamen Besuch mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Flutgebiet im vergangenen Sommer viel Kritik eingebracht hatte, bedauert Laschet im Nachhinein „zutiefst“.

Das sei ein „ärgerlicher Vorfall“ gewesen. „Das hat ein anderes Bild von mir gemalt, als wie mich die Leute kennen. Ich bin ein empathischer Mensch, das war ich auch in der Flut“, so der ehemalige NRW-Landeschef.

Armin Laschet: Was hat ihn damals so zum Lachen gebracht?

Auf die Frage, was denn bei dem später in einem Video über die sozialen Medien verbreiteten Vorfall in Erftstadt so lustig gewesen sei, sagte Laschet: „Irgendeiner macht eine blöde Bemerkung, es lohnt nicht, darüber zu reden.“ Am Ende habe er die Niederlage bei der Bundestagswahl ganz gut weggesteckt. „Das Leben geht weiter“.

Wie der „Kölner Stadtanzeiger“ und das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Donnerstag (31. Dezember 2021) nun unter Verweis auf Angaben von Umstehenden berichten, hatte Laschet den neben ihm stehenden Landrat des Rhein-Erft-Kreises, Frank Rock (CDU), scherzhaft für dessen Begrüßung des Bundespräsidenten kritisiert: Demnach zog Laschet Rock damit auf, dass er das Staatsoberhaupt nur mit „Herr Steinmeier“ und nicht mit „Herr Bundespräsident“ begrüßt hatte. Rock habe Laschet darauf geantwortet, er sei so überrascht darüber gewesen, dass Steinmeier „auch so klein ist wie Du“.

Dem Bericht zufolge waren sich die beiden CDU-Politiker nicht bewusst, dass sie im Hintergrund einer TV-Übertragung der Ansprache des Bundespräsidenten im schwer von der Flutkatastrophe getroffenen Erftstadt zu sehen waren. Auch sei Steinmeiers Rede für sie akustisch nicht zu verstehen gewesen.

Zu seinem designierten Nachfolger im Amt des CDU-Vorsitzenden, Friedrich Merz, hat Laschet nach eigenem Bekunden ein ungetrübtes Verhältnis. „Er war mein Wettbewerber, nie mein Rivale. Wir verstehen uns sehr gut“, sagte Laschet. Gelitten hat dagegen offenbar die Beziehung zum ehemaligen Mitbewerber um die Kanzlerkandidatur, Markus Söder (CSU). Da gebe es derzeit keinen Gesprächsfaden. Laschet: „Wir hatten ein gutes Verhältnis früher. Im Moment gibt es wenig abzustimmen.“

Armin Laschet: Er will nun nicht mehr zurückblicken

Laschets Nachfolger in NRW, Hendrik Wüst, habe als Vorsitzender der Ministerpräsidentenkonferenz nun die Chance, „in der Corona-Politik die Stimme der deutschen Länder zu sein und ein sichtbarer Akteur zu werden“, sagte Laschet in dem Zeitungsinterview. Nun will der Bundestagsabgeordnete nicht mehr zurückblicken und sich in Berlin als Außenpolitik-Experte der CDU profilieren. „Das Außenpolitische war ja bei mir immer ein Schwerpunkt.“ (dpa/mg)

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