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Afghanistan Luftwaffe landet für Evakuierung – Biden droht mit Militär-Schlag

Evakuierung deutscher Staatsbürger aus Kabul hat begonnen: Ein Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M.

Evakuierung deutscher Staatsbürger aus Kabul hat begonnen: Ein Transportflugzeug vom Typ Airbus A400M am 16. August 2021.

Szenen der Verzweiflung: Nach dem Einmarsch der Taliban in Afghanistans Hauptstadt Kabul ist die Angst vor ihrer Herrschaft groß. Die Luftwaffe ist angekommen, Joe Biden droht mit einem Militär-Schlag.

Kabul/Berlin. Die Luftwaffe ist am Montagabend, 16. August, unter schwierigen Bedingungen auf dem Flughafen der afghanischen Hauptstadt Kabul gelandet.

Ein Transportflugzeug vom Typ A400M setzte zur Evakuierung deutscher Staatsbürger auf der zeitweise wegen chaotischer Zustände gesperrten Rollbahn auf, wie die Deutsche Presse-Agentur aus Sicherheitskreisen erfuhr. Die Maschine war zuvor fünf Stunden lang über dem Flughafen gekreist. Das Benzin hätte nicht mehr lange gereicht. Zuvor hatte bereits eine andere Transportmaschine der Bundeswehr den Anflug auf Kabul abbrechen und zum Nachtanken ins usbekische Taschkent fliegen müssen.

Die beiden Flugzeuge sollen deutsche Staatsbürger und afghanische Ortskräfte, die früher für die Bundeswehr oder Bundesministerien gearbeitet haben oder noch arbeiten, zunächst nach Taschkent ausfliegen. Von dem dortigen Drehkreuz soll es dann mit einer Chartermaschine weiter nach Deutschland gehen. Die beiden Maschinen waren vom niedersächsischen Wunstorf Richtung Kabul gestartet und in Baku in Aserbaidschan zwischengelandet.

Alles zum Thema Joe Biden

Nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan haben neben Deutschland und auch westliche Staaten begonnen, in großer Eile ihre Staatsbürger und gefährdete afghanische Ortskräfte auszufliegen. Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sagte am Montag, die Bundeswehr wolle ihre Luftbrücke so lange wie möglich aufrechterhalten, „um so viele Menschen wie möglich herauszuholen“.

„Sichere Häuser“ in Kabul verschwinden

Mehrere sogenannte „sichere Häuser“ in Kabul, in denen afghanische Ortskräfte der Bundeswehr und weiterer Institutionen zeitweise Zuflucht gefunden hatten, mussten offensichtlich aufgegeben werden. Das berichtete am Montag das ZDF-Magazin „frontal“ unter Berufung auf den Vorsitzenden des Patenschaftsnetzwerks Afghanische Ortskräfte, Marcus Grotian.

„Ich habe 400 Menschen mitgeteilt, dass es für sie keine Hoffnung mehr gibt und die Safehouses aufgelöst“, zitierte ihn der Sender.

Joe Biden verteidigt Abzug aus Afghanistan und droht mit Militär-Schlag

Trotz der raschen Machtübernahme durch die Taliban hat US-Präsident Joe Biden den von ihm angeordneten Abzug des US-Militärs aus Afghanistan verteidigt. Er stehe felsenfest zu seiner Entscheidung,sagte Biden am Montag im Weißen Haus.

Es hätte auch keinen Unterschied gemacht, wenn die US-Truppen noch etwas länger in Afghanistan geblieben wären, sagte er. Auch dies hätte den mangelnden Kampfwillen der afghanischen Sicherheitskräfte nicht ändern können. Er sei gegen „endlose Militäreinsätze“, betonte Biden.

Joe Biden hat den Taliban allerdings für den Fall eines Angriffs auf US-Kräfte mit „einer raschen und starken“ militärischen Reaktion gedroht. Das gelte für jede Handlung der Taliban in Afghanistan, die das US-Personal oder deren Mission gefährden würde, sagte Biden. „Wir werden unsere Leute mit vernichtender Gewalt verteidigen, falls nötig“, versicherte er. (dpa/afp/dok)

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