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15-Milliarden-PlanSo soll die deutsche Wirtschaft wieder in Schwung kommen

Start-Ups suchen Geldgeber

Copyright: Monika Skolimowska/dpa

In Deutschland florieren derzeit die Start-Up-Gründungen, doch es fehlt an Kapital. (Symbolbild)

Kühner Plan soll Wirtschaft mit 15 Mrd. Euro wachrütteln

Deutschland im Stillstand? Ein kühner Plan soll die Wirtschaft jetzt wachrütteln! Mit 15 Milliarden Euro jährlich könnten junge Firmen durchstarten – doch dafür müssen die ganz großen Geld-Player mitspielen.

Deutschlands kleine Szene der Risikoinvestoren geht in die Offensive. Mit Schützenhilfe von der Bundesregierung buhlen sie um die Giganten des Finanzmarktes. Ihr Vorschlag: Eine Finanzspritze von 15 Milliarden Euro pro Jahr für vielversprechende Start-ups könnte die deutsche Konjunktur nach langer Flaute wieder auf Touren bringen. Dies geht aus einem Strategiepapier hervor, das 24 Fonds und Investoren am Montag in Berlin vorstellen wollen – zusammen mit Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU). Die Hauptadressaten sind mächtige Vermögensverwalter sowie Kapitalanleger.

Die 24 Fonds, die sich zum „German Venture and Growth Forum“ zusammengeschlossen haben, blicken neidisch nach Amerika. Die US-Wirtschaft hat die der EU innerhalb der letzten 25 Jahre deutlich abgehängt. Viele der heute extrem wertvollen und gewinnbringenden US-Technologiekonzerne sind aus jungen Unternehmen entstanden, die zu Beginn von Wagniskapitalgebern finanzielle Hilfe erhielten.

Experte warnt: Ohne Geld keine Zukunft

Tech-Investor Alexander Kudlich argumentiert: „Die wachsende Wirtschaftslücke zwischen den USA und Europa geht zu einem großen Teil auf den Mangel an Wachstumskapital zurück“. Die Fonds verweisen zudem auf Schätzungen. Demnach könnten Start-ups in Europa Millionen neuer Jobs schaffen. Auch eine Kapitalisierung von mehr als drei Billionen Dollar wäre erreichbar, falls genug Kapital fließen würde.

Das deutsche Dilemma: Gute Ideen, leere Kassen

Die Initiative nimmt sich eines Problems an, das seit Jahren bekannt, aber ungelöst ist: Für die Gründungsphase stehen in Deutschland oft staatliche Hilfen bereit. Doch selbst bei hoffnungsvollen Jungfirmen mit bahnbrechender Technologie dauert es häufig viele Jahre, bis sie schwarze Zahlen schreiben. In dieser Zeit sind die Unternehmen auf Unterstützung von außen angewiesen, um die verlustreiche Phase zu überstehen.

An genau solchen Investoren mangelt es in Deutschland aber weiterhin. Eine überraschende Ausnahme gibt es: Nur Rüstungs-Start-ups finden aktuell ohne Probleme Investoren. Banken scheiden als Kreditgeber meist aus, da die Institute nur an finanziell gesunde Firmen Geld verleihen und sich keinen übermäßigen Risiken aussetzen dürfen. Das bestätigt auch Martin Blessing, der frühere Commerzbank-Chef und heutige Investitionsbeauftragte von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU), in dem Dokument: „In allen Wachstumsphasen schnell skalierender Tech-Firmen mangelt es an Finanzmitteln“.

Der Vorstoß zielt daher auf die großen Vermögensverwalter in Europa, von denen etliche zu Bankkonzernen und Versicherungen gehören. Im Gegensatz zu Banken vergeben diese keine Kredite, sondern investieren das Geld ihrer Kundschaft in Anleihen, Aktien und andere Wertpapiere. Ein europäischer Riese in diesem Bereich, der im Papier nicht erwähnt wird, ist die Allianz. Die beiden Investmenttöchter des Konzerns betreuten zum Ende des ersten Quartals Kundengelder von über zwei Billionen Euro. Das größte Hindernis ist jedoch ihre Zurückhaltung: Wagniskapital gehörte wegen der hohen Unsicherheit bisher nicht zu ihren Hauptgeschäften. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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