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Viele offene FragenWieder Bombendrohungen gegen Flüge – Medienhäuser evakuiert

Passagiere eines Aer-Lingus-Flugzeugs auf dem Weg von Dublin nach Rom verlassen am 5. November 2026 mit einem Bus den Luftwaffenstützpunkt Evreux-Fauville, nachdem ihr Flugzeug aufgrund einer mutmaßlichen Bombendrohung umgeleitet und von Militärflugzeugen eskortiert worden war.

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Passagiere eines Aer-Lingus-Flugzeugs auf dem Weg von Dublin nach Rom verlassen am 5. November 2026 mit einem Bus den Luftwaffenstützpunkt Evreux-Fauville, nachdem ihr Flugzeug aufgrund einer mutmaßlichen Bombendrohung umgeleitet und von Militärflugzeugen eskortiert worden war.

Erst am Donnerstag gab es ähnliche Drohungen, nun sind erneut Passagierflüge in Prag betroffen. Sprengstoffspezialisten rückten aus. Die Ermittler stehen vor offenen Fragen.

In Prag haben erneut Bombendrohungen gegen Passagierflüge die Sicherheitskräfte beschäftigt. Betroffen sei eine größere Zahl an ankommenden und abfliegenden Flugzeugen, teilte die Polizei bei X mit. Man habe die notwendigen Sicherheitsmaßnahmen ergriffen. Sie hätten „minimale Auswirkungen“ auf den normalen Betrieb des internationalen Flughafens der tschechischen Hauptstadt.

Nach Angaben einer Flughafensprecherin richteten sich die Drohungen gegen neun Flüge. Medien berichteten, dass betroffene Maschinen in solchen Fällen noch auf dem Rollfeld überprüft würden. Dazu sei unter anderem ein mobiles Röntgengerät des Zolls im Einsatz.

Droh-E-Mails als Auslöser

Später teilte die Polizei mit, dass die Sprengstoff-Kontrollen negativ ausgefallen seien. Bereits am Donnerstag hatten Durchsuchungen nach ähnlichen Vorfällen nichts ergeben. Für zusätzliche Komplikationen im Flugbetrieb sorgte am Prager Vaclav-Havel-Flughafen zeitweise starker Nebel mit geringer Sicht.

Die tschechische Polizeieinheit für den Kampf gegen Extremismus, Terrorismus und Cyberkriminalität hat die Ermittlungen übernommen. Die Relevanz der Drohungen wurde als niedrig eingestuft. Zu den möglichen Hintergründen war nichts Offizielles bekannt. Die Zeitung „Pravo“ berichtete unter Berufung auf Sicherheitskreise, dass ein Krisenmanager des Flughafens die Drohungen mit Sprengsätzen per E-Mail erhalten hatte.

Nach Bombendrohungen sind in Irland zudem die Geschäftsräume mehrerer Medienunternehmen geräumt worden. Der öffentlich-rechtliche Sender RTE erklärte auf seiner Internetseite, alle Mitarbeiter hätten die Büros nach dem Eingang einer entsprechenden Nachricht verlassen müssen. Medienberichten zufolge waren auch die Gebäude der Zeitung „The Independent“, die der Radiosender Newstalk und Today FM und die Räume des TV-Senders Virgin Media betroffen.

Am Sitz des Senders RTE waren bewaffnete Polizisten vor Ort. Im Radiosender Newstalk berichtete eine Moderatorin, sie und andere Angestellte seien nach dem Eingang „einer Nachricht“ angewiesen worden, das Gebäude zu verlassen. Wenig später sei ihnen mitgeteilt worden, dass die Warnung ein „Fehlalarm“ war und die Beschäftigten wieder ins Gebäude zurückkehren könnten.

Vize-Premierminister Simon Harris sagte dem Radiosender Cork 96FM, es sei noch unklar, ob „ein einzelner Täter“ hinter den Bombendrohungen stecke oder ob es sich um eine „koordinierte Aktion“ gehandelt habe. Die irischen Sicherheitsbehörden und Cyber-Experten nähmen die Lage „sehr ernst“ und stünden in Kontakt mit den zuständigen europäischen Stellen. (dpa/afp/mg)