Unglaubliches Weltkriegs-Mysterium in Thailand gelöst: Legendäre Todes-Strecke nach 40 Jahren plötzlich wieder aufgetaucht.
40 Jahre überflutetSensationeller Weltkriegs-Fund sorgt für Mega-Chaos im Nationalpark

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Große Kinogeschichte und harte Realität: Der oscarprämerte Welterfolg „Die Brücke am Kwai“ aus dem Jahr 1957 (im Bild Hauptdarsteller Alec Guinness, links) machte das Schicksal der Kriegsgefangenen weltberühmt. Als Inspiration für das Hollywood-Drama diente die thailändische Todes-Eisenbahn, an der nun die versunkene Nithe-Station wieder aufgetaucht ist. (Archivbild)

Was für eine absolute Sensation in Südostasien! Ein mysteriöses Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg ist laut einem Bericht der britischen „Daily Mail“ nach vier Jahrzehnten auf dem Grund eines Sees völlig überraschend wieder ans Tageslicht gekommen. Es handelt sich um eine historische Bahnstation der berüchtigten Todes-Eisenbahn, die einst von alliierten Kriegsgefangenen unter grausamsten Bedingungen erbaut wurde.
Jahrzehntelang lag die geschichtsträchtige Nithe-Station im Westen Thailands unter riesigen Wassermassen verborgen. Doch wegen dringender Wartungsarbeiten an einem nahegelegenen Staudamm wurde das gesamte Reservoir im April komplett trockengelegt. Die Folge: Das Wasser wich so schnell zurück, dass die historischen Überreste nun völlig unberührt und ohne jeglichen Pflanzenbewuchs freiliegen.
Tragödie der Todes-Eisenbahn: Zehntausende starben beim Bau
Die spektakulären Aufnahmen thailändischer Medien zeigen ein echtes Jahrhundert-Mysterium: Schienenstränge, Fundamente von Betriebsgebäuden und sogar die betonierte Struktur einer alten Inspektionsgrube sind in einem erstaunlich guten Zustand erhalten. Da die meisten anderen historischen Stationen längst modernisiert oder abgerissen wurden, sprechen Forschende von einem historischen Sensationsfund.
Die 413 Kilometer lange Zugverbindung erlangte traurige Berühmtheit durch den Hollywood-Klassiker „Die Brücke am Kwai“ aus dem Jahr 1957. Wichtig für Filmfans: Die jetzt gefundene Station gehört zur echten, thailändischen historischen Vorlage – der berühmte Kinofilm selbst wurde aus logistischen Gründen in Sri Lanka gedreht.
Den schaurigen Beinamen Todes-Eisenbahn verdient sich die Strecke durch ein unvorstellbares menschliches Drama: Rund eine viertel Million Menschen waren zwischen Oktober 1942 und Oktober 1943 am Bau beteiligt, darunter 60.000 alliierte Kriegsgefangene aus Großbritannien, den USA und Kanada sowie Hunderttausende asiatische Zwangsarbeiter.
Zehntausende von ihnen starben bei den brutalen Arbeiten an Entkräftung, Krankheiten oder Misshandlungen durch die japanischen Besatzer.
Wettlauf gegen die Zeit: Warum die Station bald wieder versinkt
Der sensationelle Fund löst nun einen weltweiten Ansturm aus. Forschende aus aller Welt reisen an, um die Station mit alten Kriegsfotografien aus den Nationalarchiven in London abzugleichen. Auch Tausende Schaulustige pilgern zu dem freigelegten Areal.
Ein lokaler Anwohner teilte Videos der Station in den sozialen Netzwerken, die innerhalb kürzester Zeit unglaubliche 32 Millionen Klicks einspielten. Sogar aus der thailändischen Hauptstadt Bangkok nehmen Menschen stundenlange Fahrten auf sich, um das historische Mahnmal mit eigenen Augen zu sehen.
Für alle Interessierten drängt die Zeit allerdings massiv: Das Fenster für diese historische Entdeckungsreise schließt sich bald wieder. Die Wartungsarbeiten am Staudamm sollen im August abgeschlossen sein. Danach wird das Reservoir wieder komplett geflutet, und die legendäre Station versinkt für die nächsten Jahrzehnte im tiefen Wasser. (jag)
