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Wal „Timmy“ immer mysteriöserGeister-Piepen aus der Tiefe – wo steckt der Riese?

Dieses von der Rettungsinitiative zur Verfügung gestellte Foto zeigt Helfer beim Buckelwal in einem gefluteten Lastschiff auf See.

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Dieses von der Rettungsinitiative zur Verfügung gestellte Foto zeigt Helfer beim Buckelwal in einem gefluteten Lastschiff auf See. (Archivbild vom 30. April 2026)

Geister-Signale aus der Nordsee! Timmy piept, doch sein Standort bleibt unklar. Hat die 1,5-Millionen-Rettung den Wal-Riesen verloren?

Es ist ein Krimi, der Deutschland den Atem anhält: Seit Samstagmorgen schwimmt Buckelwal „Timmy“ wieder in der Nordsee. Doch statt der erlösenden Nachricht vom Happy End herrscht laut „Bild“-Zeitung technisches Wirrwarr. Das 1,5 Millionen Euro teure Gerät an Timmys Rücken gibt zwar Töne von sich – doch wo der Wal wirklich steckt, weiß kein Mensch!

Das Geister-Piepen aus der Tiefe

Helfer versuchen mit Gurten den gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel zu einem Transportschiff zu ziehen.

Copyright: Jens Büttner/dpa

Helfer versuchen mit Gurten den gestrandeten Buckelwal vor der Insel Poel zu einem Transportschiff zu ziehen. (Archivbild vom 28. April 2026)

Geldgeberin Karin Walter-Mommert klammert sich an jeden Strohhalm. Der Peilsender habe sich bereits über 20-mal gemeldet, berichtet die Millionärin. Die Signale deuteten sogar auf Tauchgänge bis in 150 Meter Tiefe hin. Doch die bittere Wahrheit ist: Der Tracker liefert keine GPS-Position! Wir hören ihn piepen, aber wir sehen ihn nicht. Ein „Lebenszeichen“, das im schlimmsten Fall gar keines ist.

Schock-Geständnis: „Habe nur rumgebastelt“

Wie konnte das passieren? Die Antwort macht fassungslos. Tierärztin Dr. Kirsten Tönnies gab jetzt zu: „Ich habe zwei oder drei Tage an dem Tracker rumgebastelt. Habe da keine Erfahrung.“ Ein Funktionstest vor dem großen Moment? Gab es offenbar nicht!

Wal-Experte Fabian Ritter schäumt laut „Bild“ vor Wut und spricht Klartext: „Man muss hier wirklich von Fahrlässigkeit sprechen.“ Hat Dilettantismus die letzte Chance zerstört, Timmy zu überwachen?

Unsanfter Abschied: Wurde Timmy ins Meer gezerrt?

Der Schlepper „Robin Hood“ und die Barge liegen auf der Kieler Förde. Das Schiff aus Bremerhaven begleitete den Transport des gestrandeten Buckelwals auf dem Weg zurück in die Nordsee.

Copyright: Frank Molter/dpa

Der Schlepper „Robin Hood“ und die Barge liegen auf der Kieler Förde. Das Schiff aus Bremerhaven begleitete den Transport des gestrandeten Buckelwals auf dem Weg zurück in die Nordsee. (Archivbild vom 4. Mai 2026)

Auch die Freilassung selbst wirft Fragen auf. Von wegen „freiwilliges Gleiten in die Freiheit“: Augenzeugen berichten, dass der erschöpfte Riese unsanft am Schwanz aus seiner Transport-Barge in die Nordsee gezogen wurde. Kurz darauf sah man ihn noch einmal blasen, dann verschwand er am Horizont.

Experten sicher: Timmy ist am Ende

Während die Retter noch hoffen, herrscht beim Meeresmuseum Stralsund Totenstille. Die Wissenschaftler bleiben bei ihrer düsteren Prognose: Timmy war viel zu schwach für das tiefe Wasser. Wenn der Wal wirklich im Skagerrak ertrunken ist, liegt er jetzt in bis zu 700 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund. Ein nasses Grab, das kein Piepsen der Welt wieder lebendig machen kann.

Wurde hier für 1,5 Millionen Euro nur ein schrecklicher Irrtum finanziert? Der Zoff um die verpfuschte Technik hat gerade erst begonnen! (jag)

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