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Verschwundener Wal „Timmy“Backhaus spricht Klartext: „Ein Peilsender für Hunde?“

Till Backhaus (SPD), Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, informiert auf einer Pressekonferenz über den möglichen weiteren Ablauf der Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal vor der Ostseeinsel Poel.

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Till Backhaus (SPD), Umweltminister des Landes Mecklenburg-Vorpommern, informiert auf einer Pressekonferenz über den möglichen weiteren Ablauf der Rettungsaktion für den gestrandeten Buckelwal vor der Ostseeinsel Poel. (Archivbild vom 29. April 2026)

Ärger nach Wal-Rettung: Wurde ein Hunde-Tracker benutzt?

Die Aktion zur Rettung von Wal „Timmy“ war erfolgreich, aber jetzt kracht es gewaltig. Ein Minister packt aus über gebrochene Zusagen und unfassbare Pannen.

Die Befreiung von Buckelwal „Timmy“ sorgt für mächtig Ärger. Obwohl das Tier nun in Freiheit schwimmt, zieht Till Backhaus (SPD), Umweltminister in Mecklenburg-Vorpommern, eine enttäuschte Bilanz. Die Kooperation mit der privaten Rettungsgruppe war laut ihm von massiven Problemen geprägt. Darüber berichtet auch die „Bild“-Zeitung.

Minister Backhaus: Diese Abmachungen wurden ignoriert

Für die Mission hatte man sich laut Backhaus auf drei knallharte Forderungen geeinigt: eine pausenlose Video-Dokumentation, die Aushändigung aller Peilsender-Daten und ein tierärztliches Zeugnis nach der Freisetzung.

Till Backhaus (SPD), der Agrar-, Umwelt- und Klimaschutzminister von Mecklenburg-Vorpommern, spricht vor einer Besprechung mit der privaten Initiative im Hafen auf der Insel Poel mit Medienvertretern.

Copyright: Jens Büttner/dpa

Till Backhaus (SPD), der Agrar-, Umwelt- und Klimaschutzminister von Mecklenburg-Vorpommern, spricht vor einer Besprechung mit der privaten Initiative im Hafen auf der Insel Poel mit Medienvertretern. (Archivbild vom 28. April 2026)

Das ernüchternde Fazit des Politikers: Sein Ministerium hat bis heute nichts davon gesehen. Eine Kamera wurde wohl nicht einmal installiert – die Initiative behauptete, das System hätte nicht funktioniert.

Technik-Rätsel: War das ein Hunde-Tracker?

Besonders die Ortung des Wals nach seiner Rückkehr ins Meer wirft große Fragen auf. Zuerst wurde ein Sender benutzt, der laut Backhaus eher für einen Hund gedacht war. Helfer mussten daraufhin eilig ein besseres Gerät aus den USA einfliegen lassen.

Eine Helferin bespritzt am Abend den Buckelwal vor der Insel Poel und ist im Gegenlicht zu sehen.

Copyright: Jens Büttner/dpa

Eine Helferin bespritzt am Abend den Buckelwal vor der Insel Poel und ist im Gegenlicht zu sehen. (Archivbild vom 24. April 2026)

Wieso die leistungsfähigere Technik erst verspätet kam, ist unklar. Es gibt aber einen Hoffnungsschimmer: Organisatorin Karin Walter-Mommert bestätigte dem Minister, dass regelmäßig Signale ankommen. Das deutet darauf hin: Der Wal lebt.

Trotz Ärger: Minister zeigt auch Respekt

Trotz der Kritik am Vorgehen und der schlechten Absprachen verteidigt Backhaus das schnelle Handeln. Er macht klar, dass die Initiative die gewaltigen Kosten der Aktion komplett alleine trug. Das Land zahlte nichts dazu. „Diese Truppe hatte ein Ziel, nämlich dem Tier zu helfen. Das erkenne ich an“, so Backhaus.

Till Backhaus (SPD), Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, steht auf einer schwimmende Plattform und telefoniert.

Copyright: Marcus Golejewski/dpa

Till Backhaus (SPD), Umweltminister von Mecklenburg-Vorpommern, steht auf einer schwimmende Plattform und telefoniert. (Archivbild vom 28. April 2026)

Ob die einzelnen Aktionen fachlich einwandfrei waren, wird nun in Ruhe ausgewertet. Für den Minister ist der Fall eine persönliche Sache. „Ich bin Tierliebhaber. Und ich habe diesen Wal in mein Herz und meinen Verstand aufgenommen.“ Er fügt hinzu: „Mir persönlich ging es immer um den Wal und nicht um Publicity oder Geld.“

Nun hofft das Ministerium auf die zugesicherten Daten von der Geldgeberin Walter-Mommert. Erst dann lässt sich das Schicksal von „Timmy“ komplett aufklären. (jag)

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