„Unheimlich viele Mutationen“ Streeck hat schlimme Befürchtungen – aber auch eine Hoffnung

Virologe Hendrik Streeck sprach bei RTL über seine Erkenntnisse über Omikron und die Corona-Lage in Deutschland.

Virologe Hendrik Streeck sprach bei RTL über seine Erkenntnisse über Omikron und die Corona-Lage in Deutschland.

Die Corona-Lage spitzt sich auch aufgrund der Omikron-Variante weiter zu. Der Virologe Hendrik Streeck gab eine erste Einschätzung zur neuen Situation.

Der renommierte Virologe Hendrik Streeck hat sich am Montag (29. November) zur aktuellen Corona-Lage zu Wort gemeldet. Er hat schlimme Befürchtungen, was die Omikron-Variante des Virus betrifft. Allerdings hat Streeck auch Grund zur Hoffnung.

Seit Wochen erreichen die Corona-Infektionszahlen in Deutschland täglich neue Rekordwerte. Die Politik ringt um strengere Maßnahmen, gleichzeitig versucht man, einen neuen Lockdown zu vermeiden. Hinzu kommt allerdings die Angst vor einer neuen Virusmutation: der Omikron-Variante.

„Wir sehen unheimlich viele Mutationen in dem Virus, vor allem auch viele im Spike, also im Oberflächenprotein, wo das Immunsystem angreift“, erklärt Streeck im „RTL Nachtjournal“. Er befürchtet, dass Omikron eine deutlich höhere Übertragbarkeit hat. Zudem könnte es sein, dass „einige Immunantworten nicht ganz so gut reagieren könnten“.

Hendrik Streeck zur Omikron-Variante und der Impfschutz-Wirkung

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Vor dem jetzigen Stand der Erkenntnisse will sich der Bonner Virologe allerdings nicht darauf festlegen. Es handele sich zunächst nur um Rückschlüsse aufgrund von Sequenzierungen des Omikro-Genoms. Wie gut die Immunabwehr und vor allem auch die Impfungen davor noch Schutz bieten, müsse sich erst noch zeigen.

Möglich sei es etwa, dass „ein Teil der Effektivität der Impfstoffe wegfällt“, Hendrik Streeck geht aber davon aus, dass der Impfschutz dadurch nicht komplett verloren gehen wird.

Auf die Frage, ob es auch mit der neuen Omikron-Variante wichtig sei, sich impfen zu lassen, sagte Streeck: „Impfen ist das Wichtigste, was man machen kann, wenn man sich auch gegen die Omikron-Variante schützen will. Auch für die Leute, die dran sind mit der Booster-Impfung, daran denken, sich boostern zu lassen. Je mehr man von dieser Armee hat, von diesen Antikörpern hat, desto besser ist man auch aufgestellt gegen die Omikron-Variante.“

Virologe Streeck sieht beim R-Wert Grund zur Hoffnung

Der Chef-Virologe der Uniklinik Bonn wies im Zusammenhang mit der Entwicklung der Corona-Infektionszahlen darauf hin, dass der R-Wert erstmals wieder unter 1 gefallen sei und es vorsichtige Hoffnung gebe, dass die Infektionszahlen nicht weiter so steigen wie bisher, sondern eine Art Plateau erreicht wird.

„Wir sehen steigende Fallzahlen. Aber das Wachstum des Anstiegs wird langsamer über die Zeit“, erklärt Streeck. Vor allem beim R-Wert (also wie viele Menschen ein infizierter Mensch ansteckt) zeige sich schon seit einigen Tagen einen dauerhaften Rückgang. „Das ist ein sehr gutes Zeichen. Der (R-Wert) ist jetzt das erste Mal wieder unter 1 gerutscht, sodass man hoffen kann - wir wissen es natürlich noch nicht – aber, dass man hoffen kann, dass sich das weiter fortsetzt und wir mit den Infektionszahlen nicht mehr weiter ansteigen, sondern vielleicht in ein Plateau reinkommen.“ (jv)

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