Dramatische Szenen in Spanien: Menschen fliehen vor einem Waldbrand – für einige endet der Kampf gegen die Flammen tödlich.
Verzweifelte Flucht im AutoFeuer-Hölle im Urlaubsparadies fordert zwölf Tote

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Screenshot aus einem Video, das einen Teil des Waldbrands in Andalusien zeigt. Der Waldbrand in Almería gilt als der bislang schwerste in Spanien – es gibt zahlreiche Tote und Verletzte.
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In der südspanischen Provinz Almería hat ein verheerender Waldbrand zwölf Menschen das Leben gekostet. Dies berichtet die spanische Tageszeitung „El País“. In der Nacht spielten sich bei den Fluchtversuchen vor den schnell um sich greifenden Flammen dramatische Szenen ab.
Unter den Todesopfern könnten sich unter anderem britische Staatsangehörige befinden. Rettungskräfte entdeckten in einem vollständig ausgebrannten Auto mit Rechtslenkung vier Leichen. Nach Angaben der Behörden besteht der Verdacht, dass es sich um Briten handelt. Eine endgültige Identifizierung der Opfer steht noch aus.
Feuerwalze in Andalusien: Menschen sterben auf der Flucht vor den Flammen
Der Regionalminister für Gesundheit und Katastrophenschutz, Antonio Sanz, erklärte, mehrere Menschen hätten versucht, den Flammen mit ihren Fahrzeugen zu entkommen. Einige Opfer seien später außerhalb ihrer Autos gefunden worden, nachdem sie offenbar zu Fuß weitergeflüchtet waren.

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In der Nähe von Almería im Südosten Spaniens wütet ein Waldbrand.
Wie unter anderem die britische Zeitung „Telegraph“ und der Sender „Euronews“ berichten, entwickelte sich der Brand im Süden Spaniens rasch zu einer lebensgefährlichen Situation. Sanz sagte, dass die Flucht über Wege abseits der offiziellen Evakuierungsrouten für mehrere Menschen zur tödlichen Falle geworden sei.
Das Feuer war am Donnerstag gegen 17 Uhr Ortszeit in einem trockenen Waldgebiet nahe einer Schnellstraße ausgebrochen und breitete sich schnell aus. Besonders betroffen ist die Gegend um den Ort Los Gallardos. Dort wurden zahlreiche ehemalige Bauernhöfe von britischen Eigentümern zu Ferien- oder Zweitwohnsitzen umgebaut.
Hunderte Einsatzkräfte kämpfen verzweifelt gegen die Flammen
Rund 50 Bewohner des Ortsteils Almocáizar mussten in der Nacht evakuiert werden. Nach Angaben von „El País“ waren 464 Einsatzkräfte, mehr als 100 Fahrzeuge und 20 Löschflugzeuge beziehungsweise Hubschrauber im Einsatz, darunter auch die spanische militärische Katastrophenschutzeinheit UME.

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Einsatzkräfte von Infoca bekämpfen die Flammen in Los Gallardos. Der Waldbrand in Almería gilt als der bislang schwerste in Andalusien – es gibt zahlreiche Tote und Verletzte.
Spaniens Ministerpräsident Pedro Sánchez und Andalusiens Regionalpräsident Juanma Moreno zeigten sich bestürzt über das Unglück und sprachen den Angehörigen der Opfer ihr Mitgefühl aus.
Auch in anderen Teilen Spaniens gab es Waldbrände. In Katalonien konnten Ausgangsbeschränkungen für mehr als 6000 Menschen aufgehoben werden, nachdem ein Feuer in der Provinz Tarragona unter Kontrolle gebracht worden war. Nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur AFP wurden dort rund 3300 Hektar Land zerstört.
In Frankreich bleibt die Lage wegen der anhaltenden Hitzewelle mit Temperaturen bis zu 40 Grad und großer Trockenheit angespannt. (jag)
