Abo

Gefahr auch im MittelmeerDiese Regeln können im Ernstfall Ihr Leben retten

Tsunami-Warnschild an einem Strand in Chile

Copyright: Till Simon Nagel/dpa-tmn

Achtung, hier kann es Tsunamis gehen. Wer solche Schilder - wie hier in Chile - sieht, sollte sich mit den örtlichen Verhaltensregeln vertraut machen.

Tsunami-Alarm im Urlaub: Diese Regeln retten Ihr Leben

Gerade noch unter Palmen am Traumstrand, plötzlich bebt die Erde und eine Tsunami-Warnung wird ausgerufen. Was für viele Urlauberinnen und Urlauber wie ein Albtraum klingt, ist eine reale Gefahr, wie zuletzt an den Küsten der Philippinen sowie Indonesiens. EXPRESS.de erklärt, welche Anzeichen ihr unbedingt kennen müsst und wie ihr euch im Ernstfall in Sicherheit bringt.

Auch wenn die jüngste Warnung nach einem Erdbeben schnell wieder aufgehoben wurde, zeigt der Vorfall: Die Gefahr ist real. Und das nicht nur am Pazifik. Auch der Indische Ozean und selbst das Mittelmeer sind Regionen, in denen nach Erdbeben unberechenbare Flutwellen drohen. Für Reisende ist es daher überlebenswichtig, die richtigen Verhaltensregeln zu kennen.

Vor dem Ernstfall: Fluchtwege im Hotel erfragen

Wer den Weg kennt, muss ihn im Notfall nicht erst suchen. Einen dringenden Rat gibt das Deutsche Geoforschung Zentrum (GFZ): Verschafft euch schon bei der Ankunft einen Überblick über Fluchtwege, Evakuierungsrouten und offizielle Sammelplätze. Fragt im Zweifel direkt im Hotel nach. Aber Achtung: Nicht an allen Urlaubsorten gibt es solche Pläne.

In Risikogebieten warnen die Behörden meist über Lautsprecher, Sirenen oder mit Nachrichten direkt aufs Handy. Das GFZ stellt klar: Diese Systeme sind nur bei weit entfernten Beben wirklich effektiv, da dann genug Vorwarnzeit bleibt. Entstehen Tsunamis lokal, also direkt vor der Küste, ist absolute Eile gefragt.

Direkte Warnzeichen: Wenn das Meer plötzlich still wird

Es gibt untrügliche Zeichen, bei denen ihr sofort handeln müsst. Wackelt der Boden in Küstennähe, begebt euch zunächst ins Freie, weit weg von Bauten, die zusammenbrechen könnten. Ist das Beben vorüber, gilt: Verlasst sofort die Gefahrenzone am Wasser.

Ein weiteres, dramatisches Warnzeichen: An der Küste zieht sich das Wasser in kürzester Zeit extrem weit zurück und legt riesige Flächen des Meeresbodens frei. Manchmal ist auch ein lautes, dröhnendes Geräusch von See her zu hören. Wenn ihr eines dieser Zeichen bemerkt, wartet nicht auf eine offizielle Anweisung! Bringt euch sofort in Sicherheit und warnt andere Menschen in eurer Umgebung.

Die richtige Flucht: Jeder Höhenmeter zählt

Das Ziel ist immer: weg vom Wasser und rauf auf eine Anhöhe. Jeder Meter, den ihr an Höhe gewinnt, schützt euch. In flachen Regionen lauft so weit wie möglich ins Landesinnere. Große, stabile Gebäude wie Hotels können ebenfalls Schutz bieten. Nutzt aber unbedingt die Treppen, um in die oberen Stockwerke oder aufs Dach zu gelangen – Aufzüge könnten durch einen Stromausfall zur Falle werden!

Nehmt bei der Flucht nur das Allernötigste mit: wichtige Dokumente, Wasser, eure lebenswichtigen Medikamente und das Handy. Jedes weitere Gepäckstück verlangsamt euch nur.

Die größte Falle: Die erste Welle ist nicht die letzte

Wiegt euch auf keinen Fall zu früh in Sicherheit! Ein Tsunami besteht aus mehreren Wellen, die laut GFZ in Intervallen von zehn Minuten bis hin zu über einer Stunde eintreffen können. Und jetzt kommt der „Wie bitte?!“-Moment, der über Leben und Tod entscheiden kann: Häufig sind die anfänglichen Wellen deutlich kleiner als jene, die danach kommen. Nach der ersten Welle ist die Bedrohung also noch lange nicht vorbei.

Kehrt deshalb erst dann in die gefährdeten Küstenbereiche zurück, wenn es eine offizielle Entwarnung der Behörden gibt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Brand in Mehrfamilienhaus
Am Fenster gefangen
Feuerwehr rettet Frau per Drehleiter aus brennender Wohnung