Abo

Tödlicher Trend in NRWZahl der Schulweg-Unfälle steigt wieder dramatisch an

Geschwindigkeitskontrolle vor einer Grundschule

Copyright: Volker Danisch/dpa

Ein Polizist ist bei einer Geschwindigkeitskontrolle vor einer Grundschule zu sehen. (Archivbild)

Nach Tod von zwei Jungen: Schulwegunfälle nehmen wieder zu

Es ist eine Nachricht, die Eltern das Blut in den Adern gefrieren lässt: In Dinslaken wurden drei Jungen (12) auf dem Weg zur Schule von einem Auto erfasst. Zwei von ihnen überlebten den schrecklichen Unfall nicht.

Dieser besonders tragische Fall ist Teil einer besorgniserregenden Entwicklung. Die Anzahl der Unfälle auf dem Schulweg in Nordrhein-Westfalen klettert seit dem Ende der Corona-Pandemie wieder spürbar in die Höhe und nähert sich dem Level aus der Zeit vor Corona.

Schulwegunfälle in NRW: Die Zahlen steigen wieder

Das belegen bisher unter Verschluss gehaltene Zahlen der Unfallkasse NRW. Im Jahr 2025 kam es auf dem Weg zur Schule, Kita oder Hochschule landesweit zu 24.191 Unfällen. Fünf davon endeten tödlich.

Zum Vergleich: Während der Pandemiejahre 2020 und 2021, als der Schulbetrieb eingeschränkt war, sanken die Unfallzahlen klar unter die Marke von 20.000. Schon 2022 stieg die Ziffer wieder auf 23.157 Fälle. Vor der Pandemie wurden für 2019 sogar 26.139 Wegeunfälle registriert.

Ein Detail aus der Statistik macht besonders stutzig: Obwohl es 2021 die wenigsten Schulwegunfälle gab, war es das Jahr mit den meisten Todesopfern. Sieben Menschen starben damals auf dem Schulweg – mehr als in den Jahren davor und danach. 2022 gab es einen tödlichen Unfall.

Initiative kämpft für mehr Sicherheit im Verkehr

Jeder einzelne Unfall ist einer zu viel – das betont die landesweite Aktion „#sicherimStraßenverkehr“. Sie will die Schulwege so sicher wie nur möglich machen.

„Deshalb muss unser Ziel sein, wir machen die Schulwege so sicher es geht, rüsten die Kinder aus so gut es geht und bereiten sie so gut es geht auf Gefahren im Straßenverkehr vor“, erklärt Mitinitiator Markus Szech.

Das Ziel sei es, das Bewusstsein aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer für die Gefahren zu schärfen, so Szech. Dazu gehören auch Auto- und Lkw-Fahrer. Mit Aktionen wie Geschwindigkeitsmessungen vor Schulen soll das Bewusstsein geschärft werden.

Bei derartigen Aktionen haben Schülerinnen und Schüler in der Vergangenheit gemeinsam mit der Polizei Fahrzeugführende auf falsches Verhalten aufmerksam gemacht oder sich für eine beispielhafte Fahrweise bedankt. (dpa/red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

Person auf Düne in Wüstenlandschaft unter blauem Himmel
Flug-Katastrophe in Namibia
Komplette deutsche Unternehmerfamilie bei Crash getötet