Tanner Horner (34) zeigt während des Prozesses in Fort Worth keine Regung.
Todesurteil für FedEx-KillerGiftspritze nach Mord an kleiner Athena (7)

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Tanner Horner (34) zeigt während des Prozesses in Fort Worth keine Regung. Der ehemalige FedEx-Fahrer gestand den Mord an der kleinen Athena (7).
Dieses Urteil markiert das Ende eines Albtraums, der ganz Amerika erschütterte. Tanner Horner (34), ein ehemaliger FedEx-Fahrer, wurde in Texas zum Tode durch die Giftspritze verurteilt. Die Geschworenen in Fort Worth sahen es als erwiesen an, dass der Mann eine dauerhafte Gefahr für die Gesellschaft darstellt. Darüber berichtet unter anderem die „Bild“-Zeitung.
Das Protokoll des Grauens
Die Tat vom 30. November 2022 lässt einen fassungslos zurück. Horner hatte die siebenjährige Athena Strand in der Einfahrt ihres Elternhauses in Paradise mit seinem Lieferwagen angefahren. Anstatt Hilfe zu holen, entführte er das verletzte Kind. Sein unfassbares Geständnis: Er erwürgte das Mädchen, um den Unfall zu vertuschen.
Doch die Ermittlungen deckten ein noch grausigeres Ausmaß der Tat auf. Forensiker fanden DNA-Spuren im Genitalbereich des Mädchens, und Aufnahmen aus dem Lieferwagen belegten, dass Horner das Kind vor dem Mord sexuell missbraucht hatte. Diese abscheulichen Details entlarvten seine Behauptung, es habe sich lediglich um eine Panikreaktion nach einem Unfall gehandelt, als reine Lüge.
Geschworene brachen in Tränen aus
Im Gerichtssaal spielten sich während des Prozesses dramatische Szenen ab. Die Jury musste sich Video- und Tonaufnahmen aus dem Lieferwagen ansehen, die den Todeskampf der kleinen Athena dokumentierten. Während im Radio Weihnachtslieder liefen, schrie und weinte das Kind im Laderaum des Lasters.

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Tanner Horner (34) am 22. April 2026 im Gericht von Fort Worth. Während seine Mutter gegen ihn aussagt, zeigt der Mörder der kleinen Athena keine Emotionen.
Strafverfolger James Stainton hatte die Beteiligten vorab gewarnt, dass die Beweismittel alles übersteigen würden, was er in 25 Dienstjahren erlebt habe.
„Sie werden hören, was ein 113 Kilo schwerer Mann einem 30 Kilo schweren Kind antun kann. Und wenn ich sage, es ist entsetzlich, dann meine ich das auch so“, wird Stainton in einem Artikel der „New York Post“ zitiert. Viele Zuschauer verließen fluchtartig den Saal, als die Aufnahmen der Tat abgespielt wurden.
Urteil ohne Regung aufgenommen
Horner, der laut Staatsanwaltschaft 113 Kilo wiegt, hatte gegen das nur 30 Kilo schwere Kind keine Gnade gezeigt. Auch bei der Verkündung des Todesurteils zeigte der 34-Jährige keine Emotionen. Mit versteinerter Miene nahm er die Entscheidung entgegen, die nach nur dreistündiger Beratung der Geschworenen fiel.
Athenas Leiche war zwei Tage nach ihrem Verschwinden im Trinity River gefunden worden. Mit dem jetzigen Urteil folgt das Gericht der Forderung nach der härtesten Strafe, die das texanische Gesetz vorsieht. (jag)
