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Preis-Hammer an der ZapfsäuleTankstellen-Boss warnt: 2027 wird Sprit richtig teuer

Preistafel mit Kraftstoffpreisen an einer Tankstelle

Copyright: Robert Michael/dpa

Preistafel mit Kraftstoffpreisen an einer Tankstelle. (Archivbild)

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Drohen bald 40 Cent Aufschlag je Liter? Ein Branchen-Kenner nimmt Autofahrern jetzt jegliche Illusion.

Jetzt heißt es stark sein für alle Autofahrer! Wem die aktuellen Tarife beim Tanken bereits die Tränen in die Augen treiben, dem droht rund um Silvester die nächste böse Überraschung. Wie Carsten Müller prophezeit, der beim Bundesverband freier Tankstellen (BFT) an der Spitze steht, dürften die Betreiber für Kraftstoffe zum neuen Jahr abermals ordentlich Geld draufpacken.

Gegenüber der „Süddeutschen Zeitung“ führte der oberste Branchenvertreter diverse Faktoren für diese Entwicklung an. Einerseits gehört die staatliche Sprit-Vergünstigung bald der Vergangenheit an. Andererseits klettert die sogenannte THG-Quote nach oben. Durch diese Vorgabe müssen Treibstoff-Lieferanten ihren Ausstoß an schädlichem CO₂ drosseln. Gegen Mittag summiere sich dieser Kostensprung unterm Strich auf „35 bis 40 Cent pro Liter“, kalkuliert Müller. Dazu meint er trocken: „Das ist dann der Moment, an dem ich nicht an der Tankstellenkasse stehen möchte.“

Deckel gegen Preisspitzen? Müller winkt ab

Ausgerechnet derartigen Kostenexplosionen möchte die Politik in Berlin einen Riegel vorschieben. Geplant ist eine staatliche Preisbremse für Treibstoff, welche die Gewinnspannen des Sektors limitieren soll, sobald die steuerliche Entlastung 2027 wegfällt. Für dieses Vorhaben hat Müller jedoch nur Kopfschütteln übrig. „Ein Spritpreisdeckel ist blanker Populismus“, schimpft der Verbandsboss.

Ebenso entschieden wehrt sich der Tankstellenbetreiber gegen eine weitere Unterstellung. Diverse Auswertungen hatten nahegelegt, dass die großen Öl-Konzerne den Steuervorteil bei der Energie bloß anteilig an die Verbraucher durchgereicht hätten. Diesen Verdacht weist Müller klipp und klar zurück: „Wir zocken niemanden ab.“

Restlos glücklich ist Müller mit der befristeten Steuersenkung trotzdem keineswegs. Sein Gewerbe ziehe aus der reduzierten Abgabe auf Energie nämlich keinerlei Nutzen, betont der Experte. Unmittelbar vor dem Inkrafttreten der Maßnahme bleibe ihm nichts anderes übrig, als noch teuer versteuerte Vorräte an den Mann zu bringen.

Völlig verrückt werde die Situation schließlich kurz vor Schluss: „Am letzten Tag des Tankrabatts kommt es teilweise zu Hamsterkäufen, manche Leute füllen den Sprit in Colaflaschen ab. Wir sind dann leergetankt.“ Was das für Betreiber wie Müller bedeutet, liegt auf der Hand: Vorräte mit geringerer Steuerlast, die sich im Anschluss mit ordentlich Gewinn veräußern ließen, existieren zu diesem Zeitpunkt schlichtweg nicht mehr.

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt. (red)