Überraschende StudieStrumpfhosen helfen gegen Corona-Infektion – was genau dahintersteckt

Tatsächlich können Damenstrumpfhosen (hier ein Symbolfoto von 2007) nützlich gegen das Coronavirus sein. Das ist das Ergebnis einer neuen britischen Studie.

Tatsächlich können Damenstrumpfhosen (hier ein Symbolfoto von 2007) nützlich gegen das Coronavirus sein. Das ist das Ergebnis einer neuen britischen Studie.

Das kennt vermutlich jeder – beim Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verrutscht die Maske und bietet kaum noch Schutz. Nun haben Wissenschaftler verschiedene Trage-Hilfen untersucht. Das Ergebnis überrascht.

von Matthias Trzeciak (mt)

Auf den ersten Blick wirkt diese Corona-Masken-Studie einer englischen Universität ziemlich gaga. Es geht um Strumpfhosen. Aber es steckt mehr dahinter...

Vermutlich kennt jeder das Problem: Die Corona-Maske im Gesicht sitzt nicht richtig – verrutscht ständig. Ein wirklicher Schutz vor dem Coronavirus ist das nicht. Nun haben Forscher und Forscherinnen der Cambridge University um Studienleiterin Eugenia O'Kelly verschiedene Methoden geprüft, die helfen können, die Mund-Nase-Maske besser im Gesicht zu fixieren.

Die Ergebnisse der Studie wurden jetzt in Plos One veröffentlicht. Sieben Methoden wurden gecheckt – unter anderem Gummibänder, Klebeband und Strumpfhosen. Das Ergebnis: Mit der Strumpfhose klappt es am besten, die Corona-Maske im Gesicht zu fixieren. Demnach werden damit die Lücken um Nase und Mund sehr gut geschlossen und die Menge der Partikel um bis zu Faktor sieben verringert.

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So hält die Corona-Maske besser im Gesicht

Untersucht wurden die Daten von vier Freiwilligen, berichtet „Mail Online“. Die Probanden probierten die sieben verschiedenen Methoden mit chirurgischen und KN95-Masken aus. Dabei wurden sieben Minuten lang verschiedene Übungen durchgeführt – wie Sprechen, Lächeln, Vorbeugen, Kopf zur Seite drehen, Nicken und Atmen nachahmen.

Trotz des positiven Ergebnisses sind die Wissenschaftler auch ein Stück weit realistisch. In der Öffentlichkeit mit einer Strumpfhose im Gesicht herumzulaufen halten sie eher für unpraktikabel. Zudem stellte das Forscherteam fest, dass der Masken-Hack auf Dauer sehr unbequem sei.

Mund-Nasen-Schutz richtig tragen

Wie die Maske auch ohne Hilfsmittel richtig aufgesetzt wird, erklärt unter anderem das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen in einem Flyer (hier herunterladen).

  • Vor dem Anfassen der Maske die Hände gründlich mit Wasser und Seife waschen (20 bis 30 Sekunden lang).
  • Die Maske an den Schlaufen festhalten (nicht am Vlies) und diese um die Ohren legen, Nasenklammer nach oben.
  • Bitte darauf achten, dass Nase, Mund und Kinn bedeckt sind und die Nasenklammer passt.
  • Die Maske muss für guten Schutz an den Rändern möglichst eng am Gesicht anliegen.
  • Vermeiden Sie es, die Maske während des Tragens anzufassen oder zu verschieben.

Wie Sie den Mund-Nasen-Schutz richtig absetzen und nach dem Gebrauch richtig entsorgen, wird ebenfalls in dem Flyer des NRW-Ministeriums beschrieben.