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Schock im NetzFahnder sprengen gewaltigen Chat-Ring

Schriftzug und Symbol an einer Wand

Nazisymbole in illegalen Chats führen zu Ermittlungen (Symbolbild).

Mehr als 250 Verdächtige im Fokus der Behörden.

Ein schockierender Abgrund voller verbotener Inhalte: Einem gewaltigen Netzwerk sind die Beamten in Niederbayern auf die Schliche gekommen. In Chatgruppen sollen Kinderpornos, Hitler-Bilder sowie Nazisymbole verbreitet worden sein. Die Fahnder haben über 250 Personen im Visier! Der Startpunkt für alles war ein glücklicher Zufall.

Schon seit 2022 läuft diese gigantische Untersuchung. Seinerzeit entdeckten Polizisten aus Oberfranken im Zuge eines separaten Falls heikle Hinweise. Bei der Analyse eines Mobiltelefons geriet ein damals 20-Jähriger in den Fokus. Der junge Mann stammt aus dem Landkreis Kelheim. Die furchtbare Vermutung: Von ihm sollen Darstellungen von Kindesmissbrauch versendet worden sein. Das berichtet „t-online“.

„Die Funde darauf sind brisant“

Vom Sprecher der Polizeiinspektion Niederbayern hieß es: „Es ist nicht selten, dass man über ein Handy, das einer Person in gewissen Kreisen gehört, schnell auch auf andere Fälle stößt“. Nach dem anfänglichen Verdacht wurde die Wohnung des 20-Jährigen durchkämmt und sein Mobiltelefon beschlagnahmt. Die nachfolgende Analyse brachte die übelsten Ahnungen zur Gewissheit. „Die Funde darauf sind brisant“, wiederholte der Polizeisprecher. Die Fahnder vermuten, dass die kriminellen Inhalte von „einschlägigen Seiten im Darknet“ stammen. Laut den Beamten gibt es bislang keine Nachweise, dass die Täter die Aufnahmen selbst angefertigt haben.

Die Untersuchungen weiten sich inzwischen enorm aus und erstrecken sich über diverse Bundesländer. Verdächtige Personen werden von der bayerischen Polizei ermittelt und ihre Daten werden an die verantwortlichen Beamten in anderen Bundesländern übermittelt. Jene setzen daraufhin die Nachforschungen fort und übergeben die Vorgänge den Staatsanwaltschaften. Der Sprecher äußerte sich nicht weiter zu den potenziellen Tätern, beispielsweise zu ihren Wohnorten oder einer möglichen kriminellen Vergangenheit.

Was für ein Strafmaß den Verdächtigen bevorsteht, ist derzeit unklar und wird von Fall zu Fall beurteilt. „Es hängt davon ab, wie extrem die Verstöße sind und ob die Person schon Vorstrafen hat oder nicht“, erläuterte der Sprecher. Bislang ist ungewiss, wann die gewaltige Datenflut vollständig analysiert sein wird und die Prozesse beginnen. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.