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Paukenschlag im ProzessBewährungsstrafe für Star-Psychiater Winterhoff

Michael Winterhoff und Person in Robe

Copyright: IMAGO / Panama Pictures

Michael Winterhoff und Person in Robe.

Das Landgericht Bonn hat sein Urteil gesprochen.

Ein Urteil im Verfahren gegen den prominenten Kinder-Facharzt Michael Winterhoff ist nun da. Wegen Körperverletzung hat ihn das Landgericht in Bonn zu neun Monaten Haft verdonnert, die Strafe wird aber zur Bewährung ausgesetzt.

Der Beschuldigte soll laut Urteilsbegründung Minderjährigen das kontroverse Mittel Pipamperon für eine Langzeittherapie verschrieben haben. Die Richterin stellte aber klar, dass er nicht handelte, um seinen Patienten zu schaden. Vielmehr habe er „aus seiner ureigenen ärztlichen Überzeugung und in heilender Absicht gehandelt“. Das berichtet „DER SPIEGEL“.

Die Anklagebehörde wollte eine viel härtere Konsequenz sehen: Sie forderte drei Jahre und neun Monate Gefängnis wegen gefährlicher Körperverletzung. Der Vorwurf: Winterhoff soll das Präparat ohne ärztliche Indikation gegeben und die Eltern nicht über die Risiken informiert haben.

Die Kammer gelangte allerdings zu der Einschätzung, der Angeklagte habe „Nebenwirkungen des Medikaments ersichtlich vermeiden“ wollen. Zwar hatte er die Erlaubnis der Eltern, ging aber irrtümlich davon aus, dass seine Aufklärung genügte. Winterhoff selbst hatte die Anschuldigungen im Verfahren von sich gewiesen. Seine Anwälte hatten auf Freispruch gepocht.

Noch ist die Entscheidung nicht endgültig. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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