Er dachte, seine Chats seien bombensicher. Ein fataler Irrtum! Ein mutmaßlicher Drogen-Boss (34) aus Ratingen sitzt jetzt hinter Gittern, weil das FBI bei seinen geheimen Nachrichten einfach mitgelesen hat.
Falsche Sicherheit:Koks-Baron (34) geht FBI in die Falle – es geht um 12 Tonnen!

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Ermittler kamen einem mutmaßlichen Drogen-Großdealer in Ratingen auf die Schliche. (Symbolbild)
Ein harter Hieb für das organisierte Verbrechen hier bei uns! In Ratingen, ganz nah bei Düsseldorf, klickten die Handschellen. Eine Spezialeinheit nahm einen 34 Jahre alten Deutschen fest. Die Anschuldigung ist heftig: Gemeinsam mit Komplizen soll er massenhaft Kokain ins Land gebracht haben.
Verräterische App „Anom“ wurde zur Falle
Ausgerechnet die Kommunikation, die er für absolut abhörsicher hielt, brachte ihn zu Fall. Ein Sprecher der Staatsanwaltschaft in Düsseldorf bestätigte auf Anfrage, wie die dpa berichtet, dass die Ermittlungen so ins Rollen kamen. Der entscheidende Hinweis gegen den 34-Jährigen stammte aus der Analyse von Chatverläufen des Dienstes „Anom“.
Und hier kommt der Hammer: Die „Anom“-Anwendung war gar kein sicherer Messenger, sondern ein Köder! Ein sogenannter Honigtopf, ausgelegt von der amerikanischen Bundespolizei FBI. Gemeinsam mit den australischen Kollegen hatten sie den Dienst entwickelt und ganz bewusst im kriminellen Milieu platziert.
Auf diese Weise lasen die Fahnder jeden einzelnen Chat mit, sammelten gewaltige Datenpakete und leiteten sie unter anderem an deutsche Stellen weiter. Es gab lange rechtliche Diskussionen, ob diese Informationen vor Gericht überhaupt verwendet werden dürfen. Doch der Bundesgerichtshof und auch das Bundesverfassungsgericht gaben grünes Licht und erklärten die Chat-Protokolle als Beweismittel für zulässig.
Zugriff in der Luxus-Villa: 12 Tonnen Stoff und Lamborghinis
Die Festnahme erfolgte vergangene Woche direkt in der Villa des Mannes. Ihm wird vorgeworfen, zusammen mit vier bisher unbekannten Partnern Kokain im Umfang von mindestens zwölf Tonnen aus Südamerika importiert zu haben.
Das Rauschgift wurde mutmaßlich hierzulande für einen Betrag von circa 100 Millionen Euro weiterverkauft. Der 34-jährige Hauptverdächtige befindet sich jetzt in Untersuchungshaft.
Bei der Durchsuchung sicherten die Beamten Luxusgegenstände mit einem geschätzten Wert von beinahe 800.000 Euro. Teil der Beute waren auch zwei extrem kostspielige Autos von Lamborghini.
Darüber hinaus wurden mehrere Immobilien mit einem Gesamtwert von etwa 15 Millionen Euro konfisziert. (red)
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