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Ski-Wahnsinn an der GrenzeDarum flüchten die Österreicher jetzt nach Bayern

Skilift mit Fahrgästen in verschneiter Winterlandschaft

Preisexplosion treibt Österreicher ins bayerische Skigebiet Götschen

Wahnsinns-Preise in Österreich! Deswegen gibt's jetzt einen Riesen-Ansturm auf eine Piste in Bayern.

Ausnahmezustand im Berchtesgadener Land! Das überschaubare Skigebiet Götschen bei Bischofswiesen erlebt einen nie dagewesenen Andrang – ausgelöst durch eine wahre Flut an Gästen aus dem Nachbarland Österreich. Der Parkplatz ist voll mit Fahrzeugen, die Kennzeichen aus Salzburg und der Region tragen. Ein ähnliches Szenario am Lift: Hier bilden sich Schlangen von 30 bis 40 Metern, in denen sich ganze Skischul-Klassen und Familien aneinanderreihen.

Hinter dem Ansturm auf die bayerischen Pisten steckt die krasse Preisentwicklung im eigenen Land. Bernhard Heitauer junior, der Betreiber der Lifte, erläutert, die Preise für Tagestickets in Österreich seien „in den letzten Jahren enorm gestiegen“. Er führt aus: „In Österreich bezahlt man für einen Skitag inzwischen schnell deutlich über 70 Euro pro Person.“ Im Vergleich dazu ist Götschen ein echtes Sonderangebot: Für nur 60 Euro bekommt eine komplette Familie (zwei Erwachsene, ein Kind) eine Tageskarte. Das berichtet „FOCUS online“.

Dieser massive Zulauf wird dadurch verschärft, dass wichtige Ausweichmöglichkeiten in der Gegend nicht mehr existieren. Am bekannten Jenner in Schönau am Königssee gibt es keinen alpinen Skibetrieb mehr, man setzt dort auf andere Wintererlebnisse. Zugleich fiel mit dem Kollerlift nach über einem halben Jahrhundert ein traditioneller Übungshang für Neulinge weg. Viele Skikurse müssen sich daher umorientieren und weichen häufig direkt nach Götschen aus.

Allerdings stößt die riesige Nachfrage auf begrenzte Kapazitäten. Die Sesselbahn bleibt wegen zu wenig Schnee in den höheren Lagen vorerst geschlossen. Deshalb konzentriert sich das gesamte Ski-Geschehen auf die unteren Pistenabschnitte, was die Warteschlangen am Startpunkt zusätzlich verlängert. Die Laune lässt sich davon aber niemand verderben. Heitauer meint dazu: „Die Leute sind einfach froh, dass sie überhaupt Skifahren können“. Er hat auch einen cleveren Ratschlag für alle, die anstehen: Besser Punktekarten statt Zeitkarten kaufen, denn so schmerzt die verlorene Zeit in der Schlange nicht so sehr.

Abseits der Pisten hat der Betreiber mit einer ganz anderen Herausforderung zu tun: Wassermangel für die Beschneiungsanlagen. Zwar begann man bereits im November mit der Produktion von Kunstschnee, doch die Ressourcen waren knapp. „Unser Teich war zeitweise leer“, gibt Heitauer zu. Die Schwierigkeit liegt darin, dass die Wasserzufuhr von der Schwarzeckerquelle abhängig ist. Ein niederschlagsarmer Sommer bedeutet wenig Wasser im Winter. Abhilfe könnte ein vergrößerter Speicherteich schaffen, aber dieses Vorhaben ist heftig umstritten und stößt auf Kritik vom Bund Naturschutz. Jetzt liegt die Hoffnung auf einem anstehenden Termin vor Gericht. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.