Abo

Silvester-Chaos in BerlinPolizeigewerkschaft fordert Konsequenzen

Menschenhand zündet Feuerwerksrakete an

Hand zündet Rakete, während Berlin über Böllerverbot diskutiert.

In der Metropole gab es wiederholte Attacken auf Notfallpersonal.

Als Reaktion auf die abermaligen Gewaltexzesse während der Neujahrsnacht in Berlin verlangt die Polizeigewerkschaft (GdP) politische Schritte. Der Sprecher der GdP, Benjamin Jendro, formulierte am Morgen des Neujahrstages unmissverständlich: „Wir brauchen im neuen Jahr definitiv andere Rahmenbedingungen, sei es ein bundesweites Böllerverbot oder zumindest drastische Einschränkungen beim Verkauf.“ Beanstandet wurde ebenso Berlins Regierungsoberhaupt Kai Wegner, welcher sich im Vorfeld bezüglich eines Verbots von Feuerwerk reserviert gezeigt hatte. Wegner müsse, so Jendro, seine private Ansicht hintanstellen und das Urteil der Bürgerschaft überlassen.

Das Fazit der Nacht in der Hauptstadt lässt auf eine angespannte Situation schließen, wenngleich eine Zuspitzung wie in vorherigen Jahren nicht eintrat. Nach einer ersten Zusammenfassung kam es zur temporären Inhaftierung von insgesamt 420 Menschen, und 30 Beamte trugen Verletzungen davon. Die Exekutive registrierte im Zeitfenster von 18 Uhr bis 6 Uhr in der Früh exakt 2.340 Operationen, wohingegen die Brandbekämpfer zwischen 19 Uhr und 6 Uhr ungefähr 1.830 Mal alarmiert werden mussten; diese Zahlen entsprechen dem Niveau des Vorjahres. Das berichtet „t-online“.

Der Sprecher der GdP hob hervor, dass die Vorgehensweisen von Exekutive und Brandbekämpfern zwar erfolgreich waren, es jedoch im gesamten Stadtgebiet zu vorsätzlichen Angriffen auf Notfallpersonal kam. Berichten zufolge attackierte man Beamte beispielsweise mit Feuerwerksbatterien sowie Flugkörpern. Jendro zufolge seien Beamte gezielt in Hinterhalte gelockt worden, mit der Absicht, sie anzugreifen. Konkrete Ereignisse wurden von der Polizei verzeichnet: Unmittelbar nach 0 Uhr griffen in Kreuzberg ungefähr 150 Individuen das Personal mit Wurfgeschossen aus Glas und Feuerwerkskörpern an. Am Rosenthaler Platz in Mitte wurden des Weiteren gegen 0.20 Uhr aus einer Personengruppe heraus Steine und Flugkörper auf ein Einsatzfahrzeug der Polizei geschleudert.

In weiteren Regionen Deutschlands waren die Notfalldienste während der Neujahrsnacht ebenfalls massiv im Einsatz. Tragische Vorfälle ereigneten sich in Bielefeld, wo zwei junge Erwachsene im Alter von 18 Jahren durch eigenhändig konstruierte Sprengkörper ihr Leben verloren. Nahe Rostock büßte ein 23 Jahre alter Mann wegen eines detonierenden Knallkörpers seine linke Hand ein. In Leipzig erlitt eine 16-jährige Jugendliche gravierende Verletzungen an der Hand, als sie einen illegalen Feuerwerkskörper entzünden wollte. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.