Polizistin mitgeschleift: Mildes Urteil für Raser (20)
Polizistin mitgeschleift20-Jähriger muss für über zwei Jahre in Jugendhaft

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Eine Polizistin ist bei einer Verkehrskontrolle 14 Meter mitgeschleift worden. Der angeklagte Autofahrer wurde zu einer Jugendhaftstrafe verurteilt. (Symbolbild)
Ein unfassbarer Vorfall aus Krefeld, der sprachlos macht: Eine junge Polizistin (24) wird bei einer Routinekontrolle von einem Autofahrer (20) brutal mitgerissen und erleidet eine Kopfverletzung. Knapp ein halbes Jahr nach der Tat im Januar 2026 ist nun das Urteil gesprochen – und es sorgt für heftige Debatten.
Der 20-Jährige wurde von der Jugendkammer am Landgericht Krefeld zu einer Haftstrafe von zwei Jahren sowie drei Monaten verurteilt. Die Richter sahen die Vorwürfe als erwiesen an: Fahren ohne Fahrerlaubnis, Unfallflucht, Verkehrsgefährdung und gefährliche Körperverletzung.
Anklage forderte viel härtere Strafe
Dieses Strafmaß liegt jedoch weit unter der Forderung der Staatsanwaltschaft. Diese hatte auf versuchten Totschlag plädiert und eine Jugendstrafe von fünf Jahren gefordert. Ein Tötungsvorsatz des jungen Mannes sei aber nicht nachzuweisen gewesen, erklärte eine Gerichtssprecherin nach der Urteilsverkündung.
Der Verteidiger des Angeklagten hatte hingegen nur eine zwölfmonatige Strafe auf Bewährung für ausreichend befunden. Der junge Mann war bereits vorher aufgefallen, weil er ohne Fahrerlaubnis unterwegs war. Das Urteil ist laut der Sprecherin noch nicht rechtskräftig.
So eskalierte die Kontrolle auf dem Parkplatz
Was war eigentlich geschehen? Die Polizei wurde gerufen, weil mehrere Leute mit ihren Autos auf einem Supermarkt-Parkplatz Drift-Manöver durchführten. Bei der Kontrolle des 20-Jährigen stellten die Einsatzkräfte fest, dass die Nummernschilder an seinem Auto als gestohlen gemeldet waren.
Als der junge Mann daraufhin fliehen wollte, stellte sich ihm die 24-jährige Polizistin in den Weg. Sie beugte sich in den Wagen, um den Zündschlüssel zu ziehen, was ihr jedoch nicht gelang. Der Fahrer gab Gas, beschleunigte und schleifte die Beamtin 14 Meter mit sich. Sie stürzte am Ende aus dem fahrenden Auto und erlitt dabei Kopfverletzungen.
Der Fall zeigt auf dramatische Weise die Gefahren, denen Polizistinnen und Polizisten im täglichen Dienst ausgesetzt sind. (dpa/red)
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