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„Wie ein Stück Fleisch“Pfleger missbraucht wehrlose Patienten – zu 12 Jahren Haft verurteilt

Landgericht Essen

Copyright: Bernd Thissen/dpa

Landgericht Essen: Wegen der Vergewaltigung von Koma-Patienten erhielt ein Krankenpfleger eine lange Haftstrafe. (Archivbild)

Pfleger vergewaltigt Koma-Patienten: 12 Jahre Haft!

Ein Pfleger muss für zwölf Jahre und drei Monate hinter Gitter, weil er im Uniklinikum Essen und einer Dortmunder Klinik Koma-Patienten vergewaltigte. Der 32 Jahre alte Deutsche räumte ein, Männer sowie Frauen nach schweren Eingriffen sexuell missbraucht und dabei gefilmt zu haben. Ein lebenslanges Verbot, seinen Beruf auszuüben, wurde obendrein zur Freiheitsstrafe verhängt.

Lukas Hempel, der zuständige Richter am Landgericht Essen, wählte bei der Urteilsverkündung drastische Worte für die Verbrechen, welche er als die schlimmsten bezeichnete. „Der Angeklagte hat den Opfern die Würde genommen.“ Er habe die Menschen zu einem bloßen Objekt degradiert. „Sie waren ihm völlig schutzlos ausgeliefert.“

Richter über die Verbrechen: „Schlimmste Taten“

Der Job des Intensivpflegers wäre es gewesen, den Patienten Beistand zu leisten. „Stattdessen hat er sie zur Befriedigung seines eigenen Sexualtriebs missbraucht – wie ein Stück Fleisch“, konstatierte der Richter.

Bei den Betroffenen handelte es sich dem Urteil zufolge um einen Mann und drei Frauen. Sie alle waren wehrlos und ohne Bewusstsein. Eine Patientin hatte kurz zuvor eine Lungentransplantation erhalten, eine andere Frau eine Operation an der Hauptschlagader. Der Pfleger sandte die Bild- und Videoaufnahmen der Übergriffe an eine Bekannte, mit welcher er sich danach im Chat über die Verbrechen amüsierte.

Handy-Auswertung enthüllt die schrecklichen Taten

In den Fokus der Strafverfolger geriet der 32-Jährige zunächst aufgrund eines Verdachts auf Kinderpornografie. Bei der Untersuchung seines Mobiltelefons fanden die Beamten jedoch die entsetzlichen Aufzeichnungen der sexuellen Gewalt. Besonders dramatisch: Bis heute konnte die Identität von einer der misshandelten Frauen nicht geklärt werden.

Eine zweijährige Bewährungsstrafe erhielt seine als Komplizin angeklagte Bekannte für psychische Beihilfe. Per Chat hatte sie den Pfleger dazu angestiftet, die sexuellen Übergriffe zu verüben.

Bislang sind die richterlichen Entscheidungen nicht rechtskräftig, so eine Meldung der dpa. (dpa/bearbeitet durch Gemini 2.5 Pro)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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