Schockierender VorfallKinder sollen Ente mit Steinen zu Tode gequält haben

Eine Schellente schwimmt bei sommerlichen Temperaturen im Fluss Spree.

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Kinder sollen Ente zu Tode gequält haben – Mütter schauten angeblich zu. (Symbolbild)

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Kinder sollen am Ostseestrand Ente mit Steinen zu Tode beworfen haben – Mütter griffen trotz Aufforderung angeblich nicht ein.

Wie die „Bild-Zeitung“ berichtet, ermittelt die Polizei im mecklenburgischen Kühlungsborn wegen des Verdachts auf einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz. Hintergrund ist ein Vorfall an einem Ostseestrand, bei dem Kinder eine Ente mutmaßlich so lange mit Steinen bewarfen, bis das Tier verendete. Besonders schockiernd: Die Mütter der Kinder sollen trotz Aufforderungen von Badegästen nicht eingegriffen haben.

Nach Angaben der örtlichen Tierschützerin Karin Stüver vom Verein „Kuebocats“ dauerte der Vorfall etwa 30 bis 45 Minuten. Eine Urlauberin beobachtete die Szene am Dienstag im Strandbereich Kühlungsborn West, dokumentierte sie mit dem Mobiltelefon und verständigte den Tierschutz. Stüver erstattete daraufhin Anzeige bei der Polizei und bewahrt den Tierkörper als mögliches Beweismittel auf.

AWO distanziert sich von Tierquälerei

Ein Polizeisprecher bestätigte den Eingang einer Online-Anzeige gegenüber der „Bild“-Zeitung. Die betroffenen Eltern haben sich mittlerweile bei der Behörde gemeldet und den Vorfall aus ihrer Perspektive geschildert. Gegen die Erziehungsberechtigten wird ermittelt.

Die beteiligten Kinder im Alter zwischen zehn und zwölf Jahren sind strafunmündig. Ihnen droht daher keine strafrechtliche Verfolgung oder Bestrafung. Die Polizei wertet derzeit Bildmaterial aus den sozialen Netzwerken aus und bittet weitere Zeuginnen und Zeugen um Hinweise.

Über die sozialen Medien verbreitete sich der Fall rasch und löste zahlreiche Reaktionen aus. Da Hinweise darauf hindeuteten, dass es sich bei den Beteiligten um Gäste einer örtlichen Mutter-Kind-Klinik handeln könnte, bezog der Betreiber, die Arbeiterwohlfahrt (AWO) Rostock, öffentlich Stellung.

Die AWO distanzierte sich ausdrücklich von jeglicher Form der Tierquälerei und erklärte, dass die Aufklärung des Sachverhalts inzwischen begonnen habe. Gleichzeitig bat die Einrichtung darum, von pauschalen Verurteilungen des Klinikpersonals zunächst abzusehen. (jag)

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