Unwetter in Südafrika Tausende Menschen in Lebensgefahr, Präsident spricht von „humanitärer Katastrophe“

Nach den schlimmen Überschwemmungen in Südafrika mit hunderten Todesopfern spricht Präsident Cyril Ramaphosa nun von einer „humanitären Katastrophe“ und rief den Katastrophenzustand aus.

Südafrika kämpft mit einer der schlimmsten Unwetter-Katstrophen der vergangenen Jahre. Eine Folge des Klimawandels? Bisher sind den heftigen Überschwemmungen in Südafrika 443 Menschen zum Opfer gefallen. Präsident Cyril Ramaphosa hat den landesweiten Katastrophenzustand ausgerufen.

48 Menschen seien weiterhin vermisst, sagte er am Montag (19. April) in einer Fernsehansprache. Schätzungen zufolge seien 40.000 Menschen durch die Fluten vertrieben worden. „Das Leben, die Gesundheit und das Wohlergehen Tausender Menschen sind weiterhin bedroht“, sagte Ramaphosa.

Unwetter in Südafrika: Zerstörung durch Überschwemmungen und Schlammlawinen

Heftige Regenfälle hatten Anfang vergangener Woche Überschwemmungen und Schlammlawinen ausgelöst. In der Küstenprovinz KwaZulu-Natal seien binnen 24 Stunden etwa 200 bis 400 Millimeter Regen gefallen, sagte Ramaphosa.

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In einigen Gegenden gibt es weder Strom noch fließendes Wasser. Der Hafen von Durban, einer der größten Frachthäfen Afrikas, ist bis auf weiteres geschlossen. Bergungs- und Aufräumkommandos sowie Rettungsdienste sind weiter im Einsatz.

Südafrika: Tausende Menschen weiterhin in Lebensgefahr

„Dies ist eine humanitäre Katastrophe, die massiver und dringender Hilfsanstrengungen bedarf“, sagte der Staatschef. Es sei bereits absehbar, dass die wirtschaftlichen Kosten für den Wiederaufbau der Infrastruktur und den Produktionsausfall sich auf Milliarden Rand (Hunderte Millionen Euro) belaufen würden, so Ramaphosa.

Die am Indischen Ozean liegende Küstenprovinz KwaZulu-Natal hatte bereits nach tagelangen gewalttätigen Protesten und Plünderungen im Juli 2021 mit Schäden in Millionenhöhe zu kämpfen.

Die Küstenprovinz KwaZulu-Natal ist eines der wichtigsten Urlaubsziele im Land und hatte sich eigentlich schon auf zahlreiche in- und ausländische Touristen vorbereitet. (dpa)

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