Extrem-Winter droht auch uns Chaos in New York – heftigste Schneefälle aller Zeiten?

Schneesturm Jersey

Eine Frau geht am 1. Februar 2021 durchs Schneetreiben in Jersey City. Der US-Bundesstaat New Jersey und die Stadt New York erwarten weitere heftige Schneefälle.

New York – New York wappnet sich für die heftigsten Schneefälle seit Jahren: Im Central Park in Manhattan lagen am Montagabend (Ortszeit) schon mehr als 40 Zentimeter Schnee, wie der Nationale Wetterdienst (NHS) der USA mitteilte. Bis Mittwoch könnte die Schneedecke in der Ostküstenmetropole laut den Wettervorhersagen mehr als 50 Zentimeter hoch werden.

Schneesturm Jersey

Eine Frau geht am 1. Februar 2021 durchs Schneetreiben in Jersey City. Der US-Bundesstaat New Jersey und die Stadt New York erwarten weitere heftige Schneefälle.

Der NHS-Meteorologe Matthew Wunsch sagte, New York stehe damit einer der heftigsten Schneefälle aller Zeiten bevor. Seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1869 war die Schneedecke im Central Park erst acht Mal über 50 Zentimeter hoch. Der bisherige Schneerekord wurde im Januar 2016 aufgestellt, als in drei Tagen fast 70 Zentimeter Neuschnee fielen.

New York Schnee-Taxi

Ein Taxi steckt in New York Anfang Februar 2021 im Schnee fest. Es drohen die heftigsten Schneefälle aller Zeiten.

Der NHS warnt für die gesamte Nordostküste der USA von Virginia bis Maine vor heftigem Schneefall und starkem Wind. Mehr als 1600 Flüge wurden gestrichen, die meisten an den Flughäfen in New York, Boston, Philadelphia und Washington.

New York: Notstand wegen Schnee-Chaos ausgerufen

New Yorks Bürgermeister Bill de Blasio rief bereits den Notstand aus. Straßen wurden für den Einsatz von Rettungsfahrzeugen freigehalten, alle nicht notwendigen Fahrten untersagt. Da viele Menschen wegen der Corona-Pandemie ohnehin zu Hause arbeiten, waren auf den Straßen inmitten von dichtem Schneefall fast nur Räumfahrzeuge unterwegs.

New York Eis-Brunnen

Ein vereister Brunnen im Bryant Park in New York, aufgenommen am 1. Februar 2021.

Auch alle Schulen blieben am Dienstag geschlossen, geplante Corona-Impfungen wurden verschoben. New Yorks Gouverneur Andrew Cuomo warnte vor einer „gefährlichen und lebensbedrohlichen Situation“.

Doch nicht nur in New York schlägt der Winter mit voller Härte zu. Auch bei uns in Deutschland droht ein wahrer Frost-Monat Februar. Es könnte sogar bis in den Frühling eiskalt bleiben.

Grund ist der Polarwirbel, der sich gespalten hat und so ordentlich Kaltluft nach Deutschland bringt. Die könnte sich laut Experten für mehrere Wochen halten. Gut möglich, dass es also auch bei uns noch mal heftig schneit. (afp, so)

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