Der Fall Fabian (8) kommt vor Gericht: Prozessbeginn!
Mordprozess um Fabian (†8)Angeklagte sitzt direkt gegenüber der Mutter

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Goldene Waage der Gerechtigkeit.
Ein Verbrechen, das ganz Deutschland schockierte: Der kleine Fabian (8) aus Güstrow ist tot. Jetzt steht die Frau, die ihn getötet haben soll, vor dem Landgericht in Rostock. Das Verfahren gegen Gina H. hat angefangen, die Anklage lautet auf heimtückischen Mord. Ein kaum zu ertragender Moment für Fabians Mutter, Dorina L. Sie ist Nebenklägerin und blickt im Gerichtssaal, unterstützt von ihrer Anwältin Christine Habetha, direkt auf die Frau, die ihr das Liebste genommen haben soll.
Im größten Saal des Gerichtsgebäudes ist kein Stuhl mehr frei, die Luft knistert vor Spannung. Um 9.29 Uhr betritt Gina H. den Raum. Sie trägt Fußfesseln, die man ihr erst an ihrem Platz löst. An ihrer Seite: ihre Verteidiger Thomas Löcker und Andreas Ohm. Mit einem Flüstern gibt sie ihre persönlichen Daten an. Ihre Stimme ist so leise, dass der Richter sie ermahnen muss, deutlicher zu reden, damit jeder im Saal sie hören kann. Das berichtet „t-online“.
Die grausamen Details der Anklage
Laut Anklage passierte am 10. Oktober 2025 etwas Furchtbares. An jenem Tag wurde Fabian als vermisst gemeldet, nachdem er aus dem gemeinsamen Zuhause mit seiner Mutter verschwunden war. Die frühere Partnerin von Fabians Vater, Gina H., soll den kleinen Jungen mit einer List zu einem Gewässer nahe Klein Upahl gebracht haben. An diesem Ort soll sie ihn dann mit wenigstens sechs Stichen eines Messers ermordet haben. Was als Suche nach einem vermissten Kind anfing, sorgte als brutales Verbrechen in ganz Deutschland für Fassungslosigkeit.
Der erste Verhandlungstag, der um 9.30 Uhr startete, sieht die Verlesung der etwa 60 Seiten umfassenden Anklage vor. Alle warten gespannt darauf, ob die 30-Jährige, die in der JVA Bützow in U-Haft sitzt, zu den Anschuldigungen Stellung nehmen wird. Noch bevor es losging, gab es einen Eklat: Ihr Verteidiger Thomas Löcker verlangte, dass eine Zeugin aus Fabians Familienkreis den Publikumsbereich räumen müsse. Der Richter gab dem statt und schickte die Frau hinaus.
Ausnahmezustand im Gericht: Riesiges Interesse
Die Anteilnahme der Öffentlichkeit ist enorm. Schon 60 Minuten vor dem Start des Verfahrens standen circa 40 Schaulustige vor dem Gerichtsgebäude an, um Einlass zu bekommen. Aufgrund des großen Interesses wurde der geräumigste Saal für rund 150 Medienleute und Besucher reserviert und man hat sogar weitere Stühle aufgestellt. Ein massives Polizeiaufgebot sichert das Gelände. Im Inneren herrschen scharfe Vorschriften: Mobiltelefone sind verboten, Journalisten haben einen festen Platz zum Fotografieren. Auch die Zahl der Justizwachtmeister wurde spürbar erhöht.
Doch für die Ankläger gibt es eine riesige Hürde: Das wichtigste Beweisstück, das Tatmesser, ist bis jetzt unauffindbar. Die Staatsanwaltschaft baut ihre Argumentation daher auf niedrige Beweggründe sowie das Mordmerkmal der Heimtücke auf. Solange kein rechtskräftiges Urteil gesprochen ist, bleibt für Gina H. die Unschuldsvermutung bestehen. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
