Befürchtungen wahr geworden Bombe im Kölner Süden aufgegraben

Seine Erfindung kennt jeder Internet-Berühmtheit am Flughafen festgenommen

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Der US-Amerikaner John McAfee gründete zu Beginn des Computer- und Internet-Booms das gleichnahmige Antivirenprogramm.

Barcelona – Dieser Name dürfte jedem, der ab und zu einen Computer nutzt, ein Begriff sein: Firmengründer John McAfee (75) ist am Dienstag von der spanischen Polizei wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung festgenommen worden.

Der US-Amerikaner erlangte als Gründer des gleichnamigen Antivirenprogramms Bekanntheit und baute ein Millionen-Vermögen auf. Weil er zwischen 2014 und 2018 aber keine Steuererklärung abgab, hatten ihn die USA zur Fahndung ausgeschrieben. Kurz bevor er in Barcelona in ein Flugzeug Richtung Istanbul steigen konnte, klickten jetzt die Handschellen.

Firmengründer John McAfee in Spanien wegen Steuerhinterziehung festgenommen

McAfee gründete sein Unternehmen bereits 1987 und damit noch bevor Computer Einzug in Milliarden Haushalte auf der Welt fanden. In den Anfangsjahren des Computer- und Internet-Booms war die Firma aus dem Silicon Valley einer der ganz großen Player, bei dem bereits im Jahr 1992 rund 300 der 500 größten amerikanischen Unternehmen auf der Kundenliste standen.

Auf dem umkämpften Markt der Antivirenprogramme ist McAfee derzeit noch immer einer der am meisten verbreiteten Anbieter. Schätzungen zufolge greifen etwa zwölf Prozent der Windows-Nutzer auf die Schutzsoftware zurück.

Schon 1996 verkaufte John McAfee seine Anteile, als Internet-Guru machte er sich allerdings auch in den folgenden knapp 25 Jahren einen Namen. Der Gründer ist mittlerweile selbsternannter Experte für Krypto-Währungen und hat fast eine Million Follower auf Twitter.

Er soll auch in den vergangenen Jahren noch „beträchtliche Einnahmen“ aus mehreren Bereichen gehabt habe. Dazu zählen demnach verschiedene Beratungstätigkeiten, Vorträge und der Verkauf der TV-Rechte für eine Dokumentation über sein Leben.

John McAfee stand 2012 in Belize unter Mordverdacht

Der Internet-Pionier glaubte offenbar erneut, seiner Zeit voraus zu sein. Seine Einnahmen habe er unter falschem Namen in Digitalwährungen getauscht und auf Bankkonten transferiert. 2012 stand Gründer McAfee, der sich selbst als „exzentrischer Millionär“ bezeichnet, in Belize sogar unter Mordverdacht. Er wurde angeklagt, als sein Nachbar auf mysteriöse Weise ums Leben kam. Lediglich eine Zahlung in Höhe von 21 Millionen US-Dollar an die Familie des Toten rettete ihn vor dem Gefängnis.

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John McAfee 2012 auf einem Polizeirevier in Guatemala nach seiner Festnahme wegen Mordverdachts.

McAfee wird zudem vorgeworfen, Vermögenswerte wie Immobilien, eine Yacht und ein Auto nicht unter seinem Namen gemeldet zu haben. Die Strafverfolgungsbehörden der USA haben einen internationalen Haftbefehl ausgestellt und um seine Auslieferung gebeten, wie die spanische Polizei am Dienstag mitteilte. (bc/afp)

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