"Maschsee-Mörder" wieder vor Gericht: Partnerin gequält?
Maschsee-Mörder schlägt zuNach Freilassung: Neue Anklage wegen Geiselnahme in Düsseldorf

Copyright: picture alliance / dpa
Der sogenannte Maschsee-Mörder soll erneut Straftaten begangen haben. (Archivbild)
Erneut muss sich der als „Maschsee-Mörder“ bekannte Mann verantworten. Ein Sprecher der Anklagebehörde in Düsseldorf hat gegenüber der Deutschen Presse-Agentur bestätigt, dass ihm Geiselnahme sowie gefährliche Körperverletzung zur Last gelegt werden.
Kaum wieder auf freiem Fuß, soll er seine damalige Partnerin eingesperrt und grausam gequält haben. Diese furchtbare Serie fand erst im Januar ein Ende, als der 37-Jährige am Hauptbahnhof von Düsseldorf gefasst wurde. Besonders brisant: Angeblich trug er mehrere Messer bei sich. Seither befindet er sich in Untersuchungshaft.
Droht ihm jetzt die Sicherungsverwahrung?
Falls es zu einer weiteren Verurteilung kommt, steht für den Beschuldigten die Anordnung von Sicherungsverwahrung im Raum, so der Staatsanwalt. Das würde für ihn bedeuten, auch nach Verbüßung einer Strafe nicht freizukommen. Ausschlaggebend hierfür ist jedoch ein psychiatrisches Gutachten, das noch nicht vorliegt.
Dieser Fall ruft entsetzliche Erinnerungen wach. Im Jahr 2012 brachte der Mann in Hannover eine 44 Jahre alte Prostituierte aus Ibbenbüren (NRW) auf bestialische Art um. Er zerteilte ihren Körper und entsorgte die Leichenteile im Maschsee. Das Landgericht in Hannover kam damals zu dem Schluss: Er handelte aus reiner Mordlust.
Experte warnte schon damals vor hoher Rückfallgefahr
Obwohl er 2013 wegen Mordes verurteilt wurde, bekam er keine lebenslange Strafe. Stattdessen lautete das Urteil auf zwölf Jahre Haft mit Unterbringung in einer psychiatrischen Klinik. Die Begründung: Das Gericht sah den damals 25-Jährigen aufgrund einer gravierenden Persönlichkeitsstörung und seines Konsums von Alkohol und Drogen als vermindert schuldfähig an. Eine Freilassung wurde nur im Falle einer Heilung in Aussicht gestellt.
Ein Aspekt aus dem damaligen Verfahren sorgt heute für Fassungslosigkeit: Schon zu der Zeit hatte ein psychiatrischer Gutachter dem Angeklagten ein erhebliches Risiko für eine Wiederholungstat attestiert. Der Experte warnte, dass weitere extreme Gewalttaten jederzeit möglich und die Therapieaussichten gering seien. Als Auslöser für die Bluttat wird vermutet, dass das Opfer sich über die rechtsextremen Ansichten des Mannes lustig gemacht hatte.
In der Wohnung des Killers entdeckten die Fahnder damals nicht nur Messer und eine Armbrust, sondern auch ein Bild des norwegischen Rechtsextremisten und Massenmörders Anders Breivik. (dpa/red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
