Drama in Mariupol Menschen schreiben wichtigen Hinweis vor das Theater, dann passiert es

Das Theater in Mariupol, bevor es von russischen Bomben zerstört worden ist: Das Satellitenbild von Maxar, aufgenommen am Montag (14. März), zwei Tage vor dem Angriff, zeigt deutlich den Schriftzug, den die Menschen vor und hinter das Theater geschrieben haben: „Kinder“.

Das Theater in Mariupol, bevor es von russischen Bomben zerstört worden ist: Das Satellitenbild von Maxar, aufgenommen am Montag (14. März), zwei Tage vor dem Angriff, zeigt deutlich den Schriftzug, den die Menschen vor und hinter das Theater geschrieben haben: „Kinder“.

Es ist nur eines der vielen Dramen, die sich derzeit in der Ukraine abspielen. Doch es ist eines, das die ganze Welt besonders bewegt hat – und international Empörung auslöste: die Zerstörung eines Theaters in Mariupol durch russische Bomben.

Das Theater diente als Zufluchtsort für Hunderte Menschen, die ihre Häuser aufgrund der russischen Angriffe verlassen mussten. Im Keller des Gebäudes suchten die Ukrainerinnen und Ukrainer Schutz vor Putins Bomben, die auf die belagerte Stadt Mariupol fallen. Seit Wochen sind sie von der Versorgung mit Wasser, Strom, Gas und Nahrungsmitteln abgeschnitten.

Doch trotz eines wichtigen Hinweises, den die Menschen vor das Theater geschrieben haben, kennen Putins Truppen keine Gnade. Und zerstören auch auf dieses Gebäude.

Wie Bilder des Satellitendienstes Maxar belegen, haben die Menschen vor und hinter dem Gebäude in großen Lettern das Wort „дети“ geschrieben – das russische Wort für „Kinder“. Es ist von oben gut lesbar – und ist damit als klarer Hinweis zu verstehen: In dem Theater mit dem auffällig roten Dach finden auch Kinder Zuflucht.

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Doch das Gebäude wird am Mittwoch (16. März) trotzdem angegriffen. In einer Erklärung des ukrainischen Außenministeriums heißt es, eine starke Bombe habe das Theater mit Hunderten Schutzsuchenden getroffen. Zahlreiche Menschen wurden unter den Trümmern begraben.

Dieses Handout-Bild, das am 16. März auf dem Telegramm-Account des Gouverneurs der östlichen Region Donezk, Pawlo Kirilenko, veröffentlicht wurde, zeigt das Theater in Mariupol, das nach einem russischen Angriff völlig zerstört wurde.

Dieses Handout-Bild, das am 16. März auf dem Telegramm-Account des Gouverneurs der östlichen Region Donezk, Pawlo Kirilenko, veröffentlicht wurde, zeigt das Theater in Mariupol, das nach einem russischen Angriff völlig zerstört wurde.

Zum Glück sind offenbar keine Menschen dabei getötet worden, wie die Behörden bereits erklärt haben. 130 Personen konnten gerettet werden.

Noch immer werden zahlreiche Menschen unter den Trümmern vermutet, noch immer dauern die Aufräumarbeiten an. Die allerdings werden erheblich erschwert – durch die Straßenschlachten, die in Mariupol toben, durch das Artilleriefeuer und die fehlende Grundversorgung der Stadt.

Sollte es weitere Überlebende geben, läuft den Retterinnen und Rettern nach drei Nächten die Zeit langsam davon.

Russland hat den Angriff auf das Theater zurückgewiesen, machte die nationalistische ukrainische Asow-Brigade für den Angriff verantwortlich – wie schon zuvor auch für den furchtbaren Angriff auf eine Geburtsklinik in Mariupol.

Mariupol: Hunderttausende sind in ihren Häusern gefangen

Die russische Armee setzt ihre Offensive auf die Hafenstadt am Samstag fort. Laut Beobachtungen von Journalisten der „New York Times“ werden mitunter minütlich Bomben auf die Stadt abgeworfen. Seit Tagen ist die Stadt von Truppen umstellt, die Lage für die Menschen ist katastrophal.

Mittlerweile haben sich die Kämpfe sogar ins Stadtzentrum verlagert. Seit Beginn des Krieges starben nach Angaben der lokalen Behörden allein in Mariupol über 2500 Menschen. Etwa 9000 konnten bereits fliehen. Doch Hunderttausende müssen weiterhin ohne Heizung und ohne Wasser auskommen und sind in ihren Häusern gefangen.

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