Gewalt-Eskalation auf Malle: Die Belegschaft am Airport wird täglich attackiert.
Urlaubs-Hölle am GatePersonal am Mallorca-Airport wird täglich angegriffen

Copyright: IMAGO / Eibner
Drei Flugzeuge auf einem Flughafen.
Auf Mallorca, am Airport Son Sant Joan, schlägt die Gewerkschaft UGT aus Spanien Alarm. Die Aggressionen gegen die Belegschaft nehmen überhand. Es geht nicht nur um wüste Beschimpfungen, sondern um körperliche Attacken, die für die Angestellten zur schrecklichen Normalität geworden sind.
Laut der Arbeitnehmervertretung sind verbale Entgleisungen alltäglich, alle paar Tage kommt es sogar zu Handgreiflichkeiten. Um auf diese untragbare Lage aufmerksam zu machen, haben UGT-Mitglieder am Freitag (8. Mai) in der Abflughalle Zettel an Passagiere verteilt. Eine ähnliche Initiative im Februar sei ohne Wirkung verpufft, sagt José Negreira, Sekretär des Luftverkehrssektors der FeSMC-UGT. Das berichtet „Mallorca Zeitung“.
Zoff wegen Gebühren fürs Handgepäck
Ein Hauptgrund für die Wutausbrüche sind laut Gewerkschaft die Extra-Kosten für Handgepäck am Flugsteig. Wenn Koffer oder Taschen die zulässigen Abmessungen oder das erlaubte Gewicht sprengen, kochen die Gefühle hoch. Den Frust bekommen dann die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu spüren, die nur die Anweisungen der Airlines durchsetzen.
Die Auswirkungen für die Betroffenen sind mitunter dramatisch. Die UGT schildert einen Vorfall, bei dem ein Angestellter nach einer Attacke durch einen Reisenden mehrere Zähne verlor. Er wurde krankgeschrieben, musste die Zahnbehandlung aus eigener Tasche zahlen und der Fall beschäftigt nun die Gerichte.
Aggressive Passagiere fliegen trotzdem mit
Ein weiterer Kritikpunkt der Arbeitnehmervertretung: Selbst rabiate Fluggäste dürfen meistens einfach an Bord. Das Problem verlagert sich somit vom Bodenpersonal auf die Kabinen-Crew. Laut Negreira war es vor der Pandemie gängiger, gewalttätige Personen von der Beförderung auszuschließen. Diese Praxis sei jedoch durch Firmenentscheidungen reduziert worden.
Die Gewerkschaft verlangt nun dringend mehr Beistand vom Flughafenbetreiber Aena, weil die bisherigen Vorkehrungen nicht ausreichen. Zur Debatte stehen mehr Präsenz der Guardia Civil in den Abfertigungshallen sowie eine klare Kampagne, die unmissverständlich auf die Strafen für Angriffe auf das Personal hinweist. (red)
Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.
