„Alle haben geschrien“Todes-Drama auf Lufthansa-Flug: Deutscher (63) spuckt Blut, dann stirbt er

Reisende sitzen in unserem Symbolbild (2012) in der Kabine einer Maschine der Lufthansa.

Reisende sitzen in unserem Symbolbild (2012) in der Kabine einer Maschine der Lufthansa.

Dramatischer Vorfall auf dem Flug LH773 der Lufthansa von Bangkok nach München: Ein deutscher Passagier stirbt, nachdem sich sein Zustand an Bord immer weiter verschlechtert hatte.

von Martin Gätke (mg)

Was für ein tragischer Vorfall: Wie die Schweizer Zeitung „Blick“ berichtet, ist ein 63-jähriger deutscher Passagier an Bord eines Lufthansa-Fluges verstorben.

Die Zeitung zitiert eine Pflegefachfrau und ihren Ehemann, die beide auf dem Weg nach Hause waren. Sie hätten sofort den schlechten Zustand des Mannes bemerkt und schlugen Alarm. „Eine Flugbegleiterin hat dann reagiert und ihn gefragt, ob es ihm gut gehe, sie war sehr besorgt“, erzählt die Frau. 

Passagierin auf Lufthansa-Flug: „Es war der absolute Horror“

Trotz ihrer Bedenken ließ die Crew den Deutschen, der in Begleitung seiner philippinischen Frau war, die Reise antreten. Erst auf Drängen der Frau wurde der Kapitän hinzugezogen, der dann einen Arzt unter den Passagieren rief. 

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Ein junger Pole untersuchte den Mann kurz. „Man hat ihm dann ein bisschen Kamillentee gegeben, aber er hat schon da Blut in den Beutel gepuckt, den ihm seine Frau hingehalten hat.“ Trotz der heftigen Symptome entschied man, den Flug fortzusetzen.

Kurz nach dem Start verschlechterte sich der Zustand des Mannes dann dramatisch, er verlor viel Blut aus Mund und Nase, was bei den Mitreisenden für Entsetzen sorgte. „Es war der absolute Horror, alle haben geschrien“, so die Passagierin gegenüber „Blick“.

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Trotz der Versuche der Crew, den Mann zu reanimieren, verstarb er an Bord, und der Flug musste nach Bangkok zurückkehren. Die Bekanntgabe seines Todes sorgte für Beklemmung unter den Passagieren. „Es war totenstill an Bord.“ Die Leiche sei in die Bordküche getragen worden.

Zurück in Bangkok fühlten sich viele Passagierinnen und Passagiere von Lufthansa im Stich gelassen, erklärte das Ehepaar. Sie kritisierten das fehlende Krisenmanagement und die mangelnde Unterstützung für die traumatisierten Menschen sowie die Witwe des Verstorbenen. Sie habe alleine durch den Zoll gehen müssen. „Sie stand da ganz allein und apathisch, musste alle Formalitäten über sich ergehen lassen.“

Das Ehepaar fordert eine offizielle Entschuldigung von Lufthansa und kritisiert die mangelnde Fürsorge für die Betroffenen.

Lufthansa selbst bestätigte den Todesfall auf Anfrage der Zeitung, gab jedoch an, keine weiteren Details kommunizieren zu können.