Aus für kostenlose Corona-Tests Karl Lauterbach hat klare Meinung 

Karl Lauterbach, SPD-Gesundheitsexperte und Bundestagsabgeordneter, kommt in den Bundestag zur Fraktionssitzung der SPD nach der Bundestagswahl.

SPD-Gesundheitsexperte und Bundestagsabgeordneter Karl Lauterbach befürwortet das Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests. Das Foto zeigt Lauterbach am 29. September in Berlin.

Das kostenlose Corona-Testangebot endet am heutigen Montag (11. Oktober). SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach hat dazu eine klare Meinung.

Berlin. Schluss mit kostenlosen Corona-Tests. Wer einen Test vorweisen muss, der muss dafür ab sofort selbst dafür bezahlen. Und das gilt nicht nur Ungeimpfte. Auch Geimpfte und Genesene sind von der neuen Regel betroffen.

Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach unterstützt das Ende der kostenlosen Corona-Schnelltests. „Das Auslaufen der kostenlosen Corona-Tests ist richtig“, sagte Lauterbach der Düsseldorfer „Rheinischen Post“ (Montag). „Es wäre falsch, denjenigen, die sich selbst der Solidarität des Impfens verweigern, unbegrenzt solidarisch die Tests zu bezahlen.“

Die seit dem Frühjahr für alle Bürger kostenlos möglichen Corona-Schnelltests müssen jetzt meist selbst bezahlt werden. Generell gratis bleiben sie noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter zwölf Jahren. Das legt eine neue Bundesverordnung fest, die am Montag in Kraft tritt.

Diese Personen können sich auch weiterhin kostenlos testen lassen:

  • Minderjährige
  • Schwangere
  • Bewohner in Einrichtungen für vulnerable Gruppen
  • Mitarbeiter in Einrichtungen für vulnerable Gruppen
  • Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können (nachweislich mit Attest)
  • Personen, die Hartz IV beziehen (SGB II)
  • Verbraucher, die sich wegen einer Corona-Infektion in Quarantäne begeben mussten, wenn sie sich zur Beendigung testen lassen müssen

Auch die Kommunen begrüßen den Schritt. „Wir gehen nicht davon aus, dass die wegfallenden kostenlosen Tests zu ernsthaften sozialen Konflikten führen“, sagte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebunds, Gerd Landsberg, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) am Montag.

„Angesichts einer Impfquote von 80 Prozent bei Erwachsenen ist das der richtige Schritt“, sagte auch der Präsident des Deutschen Landkreistags, Reinhard Sager, den Zeitungen der Funke Mediengruppe.

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek: „Impfen ist der Weg aus der Pandemie“

Auch Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) hat das Ende der kostenlosen Coronatests verteidigt. „Das Impfen ist der Weg aus der Pandemie, nicht das Testen“, sagte er dem Bayerischen Rundfunk (BR24). „Wir haben jetzt die Möglichkeit des Impfens, dann glaube ich, ist es konsequent, auch auf der anderen Seite zu sagen, dass wir die Kostenfreiheit von bestimmten Tests zurückfahren und die nicht mehr zu Lasten der Solidargemeinschaft abrechnen.“

Mit Blick auf Herbst und Winter betonte Holetschek, die Pandemie sei noch nicht vorbei. Er appellierte an alle Ungeimpften, sich impfen zu lassen, um damit „einen Beitrag für sich selber, aber auch für die gesamte Gesellschaft zu leisten“.

Die seit dem Frühjahr für alle Bürger kostenlos möglichen Corona-Schnelltests müssen jetzt meist selbst bezahlt werden. Generell gratis bleiben sie noch für Menschen, die sich nicht impfen lassen können, darunter Kinder unter 12 Jahren. Das legt eine neue Bundesverordnung fest, die am Montag in Kraft tritt. (dpa)

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