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Im Kochtopf in den Hafen der Ehe Skurrile Hochzeit in Indien sorgt für Aufsehen

Ein frisch verheiratetes indisches Ehepaar steht nach der Trauung in Neu-Delhi.

In Indien fand ein Brautpaar einen ungewöhnlichen Weg, um trotz der Überschwemmung zu seiner Trauung zu gelangen. Das Symbolfoto (aufgenommen am 8. März 2019) zeigt ein frisch verheiratetes indisches Ehepaar in Neu-Delhi.

Eine Hochzeit der etwas anderen Art. In Indien musste ein Brautpaar improvisieren, um einen Weg zur Trauung zu finden. Die Lösung ist äußerst skurril und erregte viel Aufsehen.

Indien. Mit dem Auto zur Hochzeit? Nicht möglich. Was also tun? Ein Brautpaar in Indien hat sich auf ungewöhnliche Weise zu seiner Trauung aufgemacht: in einem Kochtopf!

Richtig gelesen, in einem Kochtopf. Die Hintergründe sind dramatisch. In ihrem südindischen Heimat-Bundesstaat Kerala gibt es derzeit heftige Überschwemmungen. Um dennoch zur Hochzeitsfeier zu gelangen, lieh sich das Paar von einem örtlichen Tempel kurzerhand einen riesigen Kochtopf aus und funktionierte diesen zum Boot um, wie in verschiedenen Onlinemedien verbreitete Bilder zeigten.

Brautpaar aus Indien kommt im Kochtopf zur Trauung

„Es hat sich zu einer Hochzeit entwickelt, die wir uns niemals vorgestellt hatten“, sagte die Braut dem örtlichen Medienoutlet Asianet kurz nach der Trauung.

Sie und ihr Bräutigam hatten die Hochzeit unbedingt zumindest in einer kleinen Zeremonie feiern wollen, obwohl auch der Veranstaltungsort teilweise überschwemmt worden war. „Ihr hättet ein Boot mieten sollen statt eines Autos“, hörte man einen Mann im Hintergrund eines Videos sagen.

Heftige Regenfälle in Indien sorgen für Flutkatastrophe

Über Kerala waren in den vergangenen Tagen heftige Regenfälle niedergegangen. Mindestens 27 Menschen in dem Bundesstaat kamen durch das Hochwasser ums Leben.

Tausende Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Die Armee und andere Einsatzkräfte suchten am Montag weiter nach Flutopfern.

Traditionelle Hochzeiten in Indien

Wie läuft eigentlich eine Hochzeit in Indien ab? Die Antwort: Ganz anders als in Deutschland. Denn in Indien gibt es viele Rituale und Bräuche, die mit dem Akt der Eheschließung einhergehen.

So werden beispielsweise die Hände der Braut und der weiblichen Gäste mit Henna bemalt oder das Brautpaar wird vor der Hochzeit mit Ghee (vergleichbar mit Butterschmalz) eingerieben und danach mit Kurkuma bestäubt, bevor es wieder abgewaschen wird.

Hochzeiten in Indien: Heiliges Sakrament mit vielen Riten verbunden

Hochzeiten gelten in Indien als heiliges Sakrament und verbinden zwei Personen zu einer. Da indische Hochzeiten sehr aufwändig sind, dauern sie oft mehrere Tage. Traditionell reitet der Bräutigam auf einem Elefant oder Pferd zur Trauung. Mittlerweile reichen geschmückte Autos. Die Kleidung auf einer indischen Hochzeit ist besonders majestätisch und bunt – und sehr wichtig. 

Selbst der Tag der Trauung wird nicht willkürlich gewählt, sondern sorgfältig nach den Horoskopen des Brautpaars berechnet. Vor der Trauung erhalten die Gäste einen sogenannten „Lichtsegen“: Ein in Ghee getränktes Stück Stoff wird in einer Schale angezündet, erst danach darf der Bräutigam zum Altar schreiten.

Eheschließung in Indien: Aufwendiger Prozess

Wenn der Vater der Braut seine Tochter an den Bräutigam übergeben hat, legt er die Hände des Brautpaares über einem Krug zusammen und umwickelt sie mit einem roten Tuch und einer Blumengirlande. Dazu segnet er sie mit Wasser, ruft die Götter an und spricht ein Mantra. Danach knoten Frauen den Sari der Braut mit dem Ende des Schultertuchs des Bräutigams zusammen, was als Symbol der ehelichen Vereinigung dient.

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Den Höhepunkt der Zeremonie ist jedoch das „Saptapadi“, bei dem ein Feuer entzündet wird, um welches das Paar siebenmal herumlaufen muss. Danach gilt die Ehe als rechtskräftig und es folgt ein berauschendes Fest.  (afp/sai)

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